Kantonale Wahlen SO

Solothurn Regierungswahl: CVP verliert Sitz an FDP - Frauenmehrheit

25. April 2021, 15:03 Uhr
Die Favoritin in der Stichwahl für den Solothurner Regierungsrat: CVP-Präsidentin Sandra Kolly-Altermatt. Wird sie gewählt, so gehören dem Regierungsrat drei Frauen und zwei Männer an.
© KEYSTONE/PATRICK LUETHY
Im Kanton Solothurn hat die CVP in der Stichwahl für den Regierungsrat einen ihrer beiden Sitze an die FDP verloren. Gewählt wurden Sandra Kolly-Altermatt (CVP) und Peter Hodel (FDP). Die SVP blieb chancenlos. Erstmals stellen die Frauen die Mehrheit in der Regierung.

Bei einer Wahlbeteiligung von 34,9 Prozent erhielt CVP-Kantonalpräsidentin Kolly-Altermatt 35'472 Stimmen. Bereits im ersten Wahlgang im März hatte die 50-Jährige, die zum sozialen Flügel der Partei gehört, das beste Resultat der Nichtgewählten erzielt.

Mit 25'772 Stimmen wurde FDP-Fraktionschef Peter Hodel neu in den fünf Mitglieder zählenden Regierungsrat gewählt. Damit eroberte die FDP den zweiten Sitz zurück, den sie bei der letzten Erneuerungswahl an die Grünen verloren hatte. Der 53-jährige Hodel ist Landwirt.

In der Stichwahl unterlagen CVP-Kandidat Thomas A. Müller und SVP-Kantonsrat Richard Aschberger. Der 56-jährige Rechtsanwalt Müller erhielt 24'487 Stimmen. Die CVP schaffte es nicht, ihre beiden freien Sitze zu verteidigen.

SVP unterlag zum sechsten Mal

Auf den 36-jährigen Aschberger fielen 21'431 Stimmen. Er war bereits im ersten Wahlgang auf dem letzten Platz gelandet. Die SVP, die seit der Neuwahl des Kantonsparlaments im März die zweitstärkste Fraktion bildet, scheiterte auch im sechsten Anlauf, einen Sitz in der Regierung zu erobern.

Der Regierungsrat (FDP 2 Sitze; CVP, SP und Grüne je 1 Sitz) ist für die kommenden vier Jahren wieder komplett. Im ersten Wahlgang waren die drei bisherigen Regierungsmitglieder im Amt bestätigt worden.

Das sind die 60-jährige Brigit Wyss (Grüne) und die 58-jährige Susanne Schaffner (SP). Das beste Stimmenresultat erzielte der 47-jährige Remo Ankli (FDP). Die beiden CVP-Regierungsräte Roland Heim und Roland Fürst stellten sich nicht mehr zu Wiederwahl. Sie waren 2013 gemeinsam in den Regierungsrat gewählt worden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. April 2021 14:55
aktualisiert: 25. April 2021 15:03