Gewaltprävention

Solothurns Beratungsstelle Gewalt hat sich bewährt und macht weiter

5. April 2022, 14:34 Uhr
Die Beratungsstelle Gewalt, die der Kanton Solothurn im Oktober 2019 einführte, hat sich bewährt. Das findet die Solothurner Kantonsregierung, nachdem die Pilotphase abgeschlossen ist und ein Schlussbericht vorliegt. Sie hat deshalb beschlossen, die Stelle weiterzuführen.
Solche Szenen möglichst verhindern: Das will Solothurns Beratungsstelle Gewalt. (Symbolbild)
© KEYSTONE/LUIS BERG

Die neue Stelle schliesse eine wichtige Angebotslücke, heisst es in einer Mitteilung der Solothurner Staatskanzlei vom Dienstag. Die Nachfrage nach Beratungen sei hoch und konstant. So führten die Fachleute der Stelle im vergangenen Jahr 528 Beratungsgespräche. Die jüngste Person, mit der ein Gespräch geführt wurde, war acht Jahre alt. Die älteste Person war 70 Jahre alt.

Die Beratungsstelle berät Personen, die Gewalt ausgeübt haben oder befürchten, nächstens Gewalt anzuwenden. Ziel der Beratungen ist, präventiv darauf hinzuwirken, dass keine Gewalttaten verübt werden oder erneute Gewalttaten zu verhindern.

Die Anmeldungen erfolgen durch die Personen selbst oder durch Behörden oder Institutionen. Von den 50 neuen Personen, welche sich im vergangenen Jahr anmeldeten, taten dies 37 selbst.

Der Solothurner Regierungsrat genehmigte auch den Massnahmenplan 2022 zur Prävention häuslicher Gewalt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. April 2022 14:34
aktualisiert: 5. April 2022 14:34
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