Schweiz

SP reicht Unterschriften zum Referendum gegen höhere Kinderabzüge ein

8. Januar 2020, 17:09 Uhr
Die SP will keinen «Reichenbonus» für externe Kinderbetreuung.
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Die Partei fürchtet, vor allem reiche Eltern würden von der Änderung profitieren. Es sei zudem mit Steuerausfällen in der Höhe von 350 Millionen Franken zu rechnen.

Wie angekündigt hat die SP im Herbst mit der Unterschriftensammlung für ein Referendum gegen die Erhöhung der Kinderabzüge begonnen. Jetzt hat sie die nötigen Unterschriften nach nur zwei Monaten zusammen, wie die Partei in einer Mitteilung schreibt. Sie wird die Unterschriften am 14. Januar der Bundeskanzlei übergeben.

Im Rahmen der Revision des Gesetzes über die direkte Bundessteuer hatte der National- und Ständerat der Vorlage mit dem Titel «Steuerliche Berücksichtigung der Kinderdrittbetreuungskosten» in der Herbstsession zugestimmt.

Bei der direkten Bundessteuer soll demnach der Abzug für die externe Betreuung von Kindern von 10'100 Franken auf maximal 25'000 Franken erhöht werden. Zudem soll der allgemeine Kinderabzug von 6500 Franken auf 10'000 Franken steigen.

Die SP sieht darin einen «Reichenbonus». Denn: Familien, die keine Bundessteuern bezahlen, profitieren nicht von der Änderung. (gb.)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 8. Januar 2020 17:09
aktualisiert: 8. Januar 2020 17:09