Tiere

Stark gefährdete Grevyzebras sind neuste Bewohner des Zürcher Zoos

15. Juli 2020, 11:30 Uhr
Das Grevyzebra ist das grösste der drei Zebra-Arten. Es hat runde Ohren und schlanke Streifen.
© Zoo Zürich/Marco Schaffner
Der Zoo Zürich stellt an einem Apéro seine neusten Bewohner vor: Die vier Grevyzebra-Stuten haben in der neuen Lewa Savanne gut eingelebt. Ein Hengst soll die Herde bald ergänzen.

(sku) Zurzeit hält der Zoo Zürich vier weibliche Grevyzebras in der neu eröffneten Lewa Savanne. Wie der Zoo am Mittwoch mitteilt, kamen zwei Zebras aus Deutschland, eines aus Ungarn und eines aus Tschechien. Ein Hengst werde die Herde mittelfristig noch erweitern. Die Tiere sind Teil des Ex-situ Zuchtprogramms des europäischen Zooverbands (EAZA) und werden zur Sicherung des Bestandes beitragen.

Das Grevyzebra ist stark gefährdet. Heute gibt es gemäss Mitteilung nur noch etwa 3000 Tiere in der Wildnis. Rund 2800 davon leben in Kenia. Der Zoo Zürich unterstützt seit 1998 aktiv das Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.

Das Grevyzebra wurde nach nach dem früheren französischen Präsidenten Jules Grévy benannt und ist das grösste der drei Zebra-Arten. Es lässt sich dabei auch durch seine schlanken Streifen und seine runden Ohren von den anderen Arten unterscheiden, wie der Zoo Zürich schreibt. Grevyzebra-Hengste halten zudem Reviere, die sie gegen andere Männchen verteidigen. Weibchen leben in losen Verbänden. Dominante Männchen leben bevorzugt in der Nähe von Wasser, da dort sowohl Weibchen mit Fohlen als auch Weibchen ohne Jungtiere vorbeikommen. Die Männchen verteidigen ihr Revier äusserst aggressiv und scheuen sich auch nicht, einen Löwen direkt zu konfrontieren.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 15. Juli 2020 11:25
aktualisiert: 15. Juli 2020 11:30