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Graubünden

Start in Skisaison soll auf keinen Fall verschoben werden

26. November 2020, 09:06 Uhr
Italien, Frankreich und Deutschland wollen den Beginn der Wintersaison auf europäischer Ebene bis Mitte Januar verschieben. Der Bundesrat wartet noch ab, während unter anderen der Kanton Graubünden vor enormen wirtschaftlichen Schäden warnt.
Skifahren mit Schutzmaske: Davos Parsenn ist am 25. Oktober in die Wintersaison gestartet.
© Keystone (Archiv)

Ein gemeinsames europäisches Vorgehen sehen Deutschland, Frankreich und Italien beim Start in die Wintersaison vor. Davon betroffen wäre auch Österreich. Doch Bundeskanzler Sebastian Kurz teilte am Mittwoch mit, sein Land werde eigenständig über die Öffnung entscheiden.

Vielen Bahnen könnte der Konkurs drohen

Für die Schweizer Skigebiete ist klar, dass sie sich gegen einen verspäteten Beginn wehren, viel zu wichtig ist die Zeit um Weihnachten, hier wird je nach Skigebiet bis zu einem Drittel des Gesamtumsatzes gemacht. Marcus Caduff, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Graubünden, warnt: Sollten die Skigebiete an Weihnachten geschlossen sein, «wäre der Schaden enorm und irreparabel», wie er gegenüber den Zeitungen von CH Media sagt. Caduff geht davon aus, dass eine grosse Zahl von Bergbahnen Konkurs gehen würden.

Der Kanton Graubünden vertraut auf das ausgearbeitete Schutzkonzept. Dieses habe man bereits auf den Gletscher-Skigebieten getestet und gute Erfahrungen damit gemacht. Gleicher Meinung ist Jürg Schmid, Präsident von Graubünden Ferien. Dank der strikten Schutzkonzepte sei ein sicherer Betrieb der Bahnen möglich.

Wallis ist entschlossen, am Weihnachtsbetrieb festzuhalten 

Noch klarer tönt es im Kanton Wallis: «Im Wallis wird über die Festtage Ski gefahren und in den Restaurants gegessen, egal was Italien macht», sagte Staatsrat Christophe Darbellay im «Walliser Boten».

Nichtsdestotrotz dürfte die Schweiz mit einer unkoordinierten Öffnung der Skigebiete in die Bredouille kommen. Die umliegenden Länder könnten Reisewarnungen oder Quarantäne aussprechen, was den internationalen Skitourismus zum Erliegen bringen könnte.

Letztlich sind die Schweizer Skigebiete wie ganz Europa davon abhängig, dass sie die Ansteckungszahlen bald wieder sinken.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 26. November 2020 08:03
aktualisiert: 26. November 2020 09:06