Stellenabbau

Suva streicht 170 Stellen

28. September 2019, 10:40 Uhr
Suva
Der Hauptsitz der Suva befindet sich in Luzern.
© Keystone
Die Probleme der Suva sind nicht neu: Negativzinsen, schrumpfender Marktanteil und vermehrt Freizeitunfälle machen dem altehrwürdigen Versicherungsunternehmen zu schaffen. Nun zeigt sich, was das für die Mitarbeiter heisst.

Die Suva hat auf die veränderte Marktsituation reagiert und ist auf Sparkurs. So wurden kürzlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Departements Schadenmanagement über einen umfangreichen Stellenabbau informiert, wie Recherchen der Schweiz am Wochenende zeigten. Eine Suva-Sprecherin bestätigte, dass ab 2021 bis 2027 voraussichtlich 20 Prozent der über 800 Vollzeitstellen im Schadenmanagement gestrichen werden sollen. Das entspricht rund 170 Vollzeitstellen. Allerdings handle es sich bei dieser Grössenordnung erst um eine Schätzung, betont die Sprecherin.

Entsprechend ist die Verunsicherung in der Belegschaft gross. Eine betroffene Perosn sagt: «Es werden sehr viele Stellen umorganisiert. Niemand weiss, ob es den eignen Job künftig noch geben wird.»

Besonders besorgt müssen jene Mitarbeiter sein, die automatisierbare, adminsitrative Prozesse bearbeiten. «Mitarbeitende werden künftig weniger administrative Aufgaben ausführen, sondern sich auf komplexere Aufgaben konzentrieren. Das heisst, dass sich die Anforderungsprofile verändern und es bestimmte Arbeitsplätze so nicht mehr geben wird», sagt die Sprecherin. Es werde zu einer erhöhten Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse kommen.

Enststprechend sind die Stellen der Juristen und Ärzte, die auch in dieser Abteilung arbeiten, weniger gefährdet.

Der Unfallversicherer Suva hofft, dass bei einer Fluktuationsrate von durchschnittlich 4,5 Prozent, den grössten Teil des geplant  geplanten Stellenabbaus durch Pensionierungen, Kündigungen und Stellenwechsel auffangen zu können. Die Angestellten sollen mit Weiterbildungsmassnahmen begleitet werden.

Die Suva betont, dass es sich bei der Massnahme um ein Digitalisierungsprojekt und nicht um ein Sparprogramm handle. Dies zeige sich daran, dass parallel auch neue Stellen in «zukunftsträchtigen Bereichen» geschaffen würden. Vor allem im Bereich Datenverarbeitung, schreibt die SDA.

Die personellen Veränderungen betreffen laut dem Artikel sowohl die Agenturen als auch die Abteilungen am Hauptsitz in Luzern.

(red./sda)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. September 2019 07:26
aktualisiert: 28. September 2019 10:40