Versicherungen

Swiss Re bezahlt trotz Milliardengewinn unveränderte Dividende

25. Februar 2022, 08:12 Uhr
Die Swiss Re hat im Geschäftsjahr 2021 trotz schwerer Unwetter und weiteren Corona-Kosten einen Milliardengewinn erzielt. Die Dividende wird aber entgegen den Erwartungen auf Vorjahresniveau gehalten.
Swiss-Re-Chef Christian Mumenthaler konnte am Freitag einen Gewinn in Höhe von 1,4 Milliarden Franken für 2021 bekanntgeben. Dies trotz vielen Naturkatastrophen. (Archivbild)
© KEYSTONE/MORITZ HAGER

Der Swiss Re ist der Sprung zurück in die Gewinnzone geglückt: Nachdem im 2020 Rückstellungen von knapp 4 Milliarden US-Dollar zu einem Verlust von rund 900 Millionen US-Dollar geführt hatten, schloss der Konzern 2021 laut Mitteilung vom Freitag mit einem Gewinn von 1,44 Milliarden ab.

Die Corona-Pandemie hat den Konzern auch im letzten Jahr beschäftigt und Kosten generiert. Auf normalisierter Basis, also unter Ausklammerung von Kosten zur Pandemie, wäre ein Gewinn in Höhe von 3,02 Milliarden Dollar erzielt worden. Die vergleichbare Zahl aus dem Vorjahr läge bei 2,18 Milliarden.

Hohe Katastrophenkosten

Gut lief es der Swiss Re im Kerngeschäft, der Sachrückversicherung. Die Qualität des Portefeuilles sei erhöht worden, die Preise ebenso und zusätzlich stützten positive Anlageergebnisse das Resultat, heisst es. Auch dank geringerer Corona-Kosten verbesserte sich dort die Schaden-Kosten-Quote um über zehn Prozentpunkte auf 97,1 Prozent.

Belastet wurde das Sachgeschäft aber von mehreren Naturkatastrophen wie dem Hurrikan «Ida» oder den schweren Unwetter des Sommers in Europa. Insgesamt belastete dies das Spartenergebnis mit 2,1 Milliarden.

Auf dem Vormarsch ist das Erstversichersicherungsgeschäft von Corporate Solutions, das jahrelang nur schleppend lief. Im vergangenen Jahr steigerte Corso das Ergebnis trotz Katastrophenkosten von 345 Millionen auf 578 Millionen Dollar. Im Jahr davor verbuchte man einen Verlust von fast 500 Millionen.

Von Covid belastet wird nach wie vor die Lebensrückversicherung, was einen Spartenverlust von 523 Millionen Dollar nach einem kleinen Gewinn im Jahr davor zur Folge hatte. Die Covid-Kosten hatten laut Swiss Re fast 2 Milliarden betragen.

Die erhöhte Katastrophenlast der letzten Jahre hat auch dazu geführt, dass es in der Branche zu einer Trendwende hin zu höheren Preisen gekommen ist. Das hat sich für Swiss Re in der Erneuerungsrunde im Januar erneut gezeigt. Da habe man durchschnittlich Preiserhöhungen von 4 Prozent durchgesetzt, hiess es.

Die Swiss Re dürfte also weiter wachsen. Bereits im letzten Jahr kletterten die Nettoprämien der gesamten Gruppe um knapp 5 Prozent auf 42,7 Milliarden Dollar.

Unveränderte Dividende und neue Ziele

Der Generalversammlung schlägt der Verwaltungsrat mit Blick auf den hohen Gewinn je Aktie eine zum Vorjahr unveränderte Dividendenzahlung von 5,90 Franken vor. Analysten hatten da im Durschnitt mit über 6 Franken gerechnet.

Zudem gab die Gruppe neue Finanzziele bekannt. Im laufenden Jahr soll eine Eigenkapitalrendite im von 10 Prozent und bis 2025 von 14 Prozent angestrebt werden. Das Wachstumsziel von 10 Prozent zum ökonomischen Eigenkapital je Aktie wurde beibehalten.

Insgesamt will Swiss Re die Performance im Sachgeschäft weiter verbessern und unter «normalen» Umständen einen Schaden-Kosten-Satz von unter 94 Prozent anpeilen. Das Ziel für Corso wurde mit unter 95 Prozent etwas ambitiöser formuliert. Und im Lebengeschäft suche man nach attraktiven Chancen zur Geschäftsentwicklung.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. Februar 2022 08:04
aktualisiert: 25. Februar 2022 08:12
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