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Uhren wurden in der Nacht um eine Stunde vorgestellt

31. März 2019, 07:22 Uhr
In der Schweiz gilt wieder die Sommerzeit. Um Punkt 2.00 Uhr wurden die Uhren in der Nacht auf Sonntag um eine Stunde auf 3.00 Uhr vorgestellt.
Sommerzeit: In der Nacht auf Sonntag wurden die Uhren um 2.00 Uhr um eine Stunde auf 3.00 Uhr vorgestellt. (Symbolbild)
© KEYSTONE/APA/APA/HELMUT FOHRINGER

Damit werden die Nächte nunmehr erneut eine Stunde kürzer und an den Abenden bleibt es folglich länger hell. Die Sommerzeit dauert in diesem Jahr bis zum 27. Oktober.

Mit der Zeitverschiebung soll eine Stunde mehr an Tageslicht gewonnen und somit Energie gespart werden. Während die Zeitumstellung für einige Personen einfach einen Dreh an der Uhr bedeutet, beklagen andere negative Folgen für die Gesundheit und das Tierwohl.

Seit 1996 einheitliche Zeitumstellung

Seit 1996 stellen die Menschen in allen EU-Ländern einheitlich die Uhren am jeweils letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück.

Bundesrat und Parlament hatten sich bei der Einführung der mitteleuropäischen Zeit Ende des 19. Jahrhunderts und bei der Einführung der Zeitumstellung 1980 vor allem aus wirtschaftlichen Gründen für eine Zeitregelung entschieden, die mit derjenigen der Nachbarstaaten übereinstimmt.

Chronobiologie gerät durcheinander

Viele Menschen leiden unter der Zeitumstellung, weil die Chronobiologie zweimal im Jahr durcheinander gerät. Wissenschafter begrüssen zwar grundsätzlich den Verzicht auf die Zeitumstellung, warnen aber vor den Folgen, wenn die Uhren nur noch auf Sommerzeit laufen. In der EU-Umfrage hatte sich eine grosse Mehrheit für eine dauerhafte Sommerzeit ausgesprochen.

Nun hat das EU-Parlament diese Woche für eine Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2021 plädiert. In einer EU-Umfrage zur Sommerzeit hatten sich mehr als 80 Prozent dafür ausgesprochen, die Zeitumstellung abzuschaffen. Für die tatsächliche Abschaffung müsste allerdings noch ein Kompromiss unter den Mitgliedstaaten erzielt werden.

Abschaffung soll einheitlich sein

Um einen Flickenteppich verschiedener Regelungen zu vermeiden, schlagen die Abgeordneten ein Koordinierungsgremium vor, in dem Vertreter von EU-Kommission und Mitgliedstaaten sitzen sollen. Die EU-Staaten sollen der EU-Kommission mitteilen, welche Zeit sie dauerhaft beibehalten wollen - die Normal- oder die Sommerzeit.

Das Eidgenössische Institut für Meteorologie (Metas) hatte diese Woche zudem mitgeteilt, die Schweiz verfolge die Entwicklung in den Nachbarländern und werde sorgfältig prüfen, ob eine allfällige Anpassung der Zeitregelung sinnvoll und im Interesse der Schweiz ist.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 31. März 2019 03:01
aktualisiert: 31. März 2019 07:22