Steigende Mieten

Ukrainische Flüchtlingswelle könnte bald Wohnungsnot verschärfen

19. Juni 2022, 07:49 Uhr
Auf Schweizer Mieterinnen und Mieter kommen ungemütliche Zeiten zu. Einerseits wegen des Referenzzinssatzes, andererseits aber auch wegen der Flüchtlingswelle. Denn diese sollen bald in eigenen Wohnungen leben – das erhöht die Mietpreise.
Der Berner Regierungsrat Pierre Alain Schnegg rechnet damit, dass wegen den ukrainischen Geflüchteten die Mietpreise mittelfristig steigen werden.
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Die Kantone wollen, dass viele aus der Ukraine Geflüchtete bald eigene Wohnungen haben. Der Berner Regierungsrat Pierre Alain Schnegg rechnet damit, dass die dadurch erhöhte Nachfrage die Mietpreise steigen lässt. So zu lesen in der «SonntagsZeitung».

«Wohnungssituation wird sich verschärfen»

Donato Scognamiglio, Professor für Immobilien an der Uni Bern, teilt Schneggs Befürchtung. Die Wohnungssituation werde sich «spürbar verschärfen», wenn ein Grossteil der Flüchtlinge eigene Wohnungen miete, sagt er der Zeitung.

Zum Problem werde das vor allem in den Städten, in denen heute schon teilweise Wohnungsnot herrscht.

Neue Wohnungen werden teurer

«Die Folge ist, dass die neu auf den Markt kommenden Wohnungen teurer werden», sagt Scognamiglio. Mittelfristig werden Immobilienbesitzer dann wegen des Referenzzinsatzes auch die bestehenden Mieten erhöhen dürfen.

(lol)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 19. Juni 2022 07:44
aktualisiert: 19. Juni 2022 07:49
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