Langeweile wegen Corona

Verkäufe von Erotik-Händler verdoppelt

12. März 2020, 17:53 Uhr
Alan Frei ist Mitbegründer und Co-Geschäftsführer des Schweizer Sextox-Onlinehändlers amorana.ch.
© Archivbild: Alex Spichale
Amorana verkauft seit dem Ausbruch des Coronavirus in der Schweiz deutlich mehr Sexspielzeuge und Kondome als letztes Jahr zur selben Zeit. Doch es gibt auch Artikel, die derzeit weniger gefragt sind.

Irgendwann habe man alle Netflix-Serien gesehen und wieder mehr Zeit für sich selbst oder seinen Partner, sagt Alan Frei. Und der Co-Geschäftsführer und Mitgründer des Erotik-Onlineshop Amorana erklärt im Gespräch mit CH Media, dass sich dies auch in den Umsätzen seines Unternehmens widerspiegle. Konkret hätten diese im Vergleich zum letzten Jahr um 53 Prozent zugelegt.

«Sehr um Hygiene bedacht»

So haben sich laut Alan Frei beispielsweise die Verkäufe von Vibratoren – aber auch jene von Kondomen – seit Ausbruch des Coronavirus in der Schweiz verdoppelt. Ebenfalls stark zugenommen hätten die Verkäufe von sogenannten «Toybags» zur Aufbewahrung von Sexspielzeugen. «Das zeigt, dass die Leute zurzeit sehr um Hygiene bedacht sind», sagt Alan Frei. So seien bei Amorana derzeit etwa auch Desinfektionsseifen ausverkauft. Desinfizierende Gleitmittel seien nur noch wenige am Lager.

Was derzeit weniger gefragt ist

Doch nicht alle Bereiche bei Amorana – dem vor bald sechs Jahren gegründeten und inzwischen grössten Schweizer Sextoy-Händler mit Hauptsitz im Zürcherischen Glattbrugg – legen zu: Fruchtbarkeits-Armbänder für Frauen etwa, die schwanger werden wollen, verkauft Amorana zurzeit viel weniger.

«Wir glauben, dass die Leute mit der Familienplanung im Moment zuwarten», kommentiert Alan Frei. Er glaubt aber, dass die Online-Verkäufe insgesamt durchaus noch weiter steigen dürften. Die Lager von Amorana jedenfalls seien noch vom Valentinstag her gut gefüllt.

(agl)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 12. März 2020 17:45
aktualisiert: 12. März 2020 17:53