Öffentlicher Verkehr

Verkehrsverbünde wollen Nachfrage ankurbeln und verzichten auf Preiserhöhung

11. April 2022, 12:15 Uhr
Das Reisen im öffentlichen Verkehr (ÖV) wird 2023 nicht teurer. Zum sechsten Mal in Folge verzichten Tarif- und Verkehrsbünde der Alliance Swiss Pass auf eine allgemeine Tariferhöhung. Sie wollen damit die Nachfrage nach Reisen im ÖV wieder ankurbeln.
Die ÖV-Branche verzichtet für 2023 auf eine allgemeine Preiserhöhung. (Archivbild)
© Keystone/ENNIO LEANZA

Die ÖV-Branche wolle nach der Pandemie verlorene Kundinnen und Kunden zurückgewinnen, hiess es am Montag in einer Mitteilung von Alliance Swiss Pass. Man habe diesen Entscheid trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten beschlossen.

2022 weitere Teuerung um 1,1 Prozent erwartet 

Die Covid-19-Pandemie habe auch bei den Transportunternehmen und Verbünden Spuren hinterlassen. Zudem belasteten der gestiegene Ölpreis den Strassen-ÖV mit zusätzlichen Kosten. Auch seien die Konsumentenpreise in der Schweiz seit 2016 um 1,7 Prozent gestiegen und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) erwarte für 2022 eine weitere Teuerung um 1,1 Prozent, so Alliance Swiss Pass.

Kunden sollen zurückgewonnen werden

Dennoch wolle man zum sechsten Mal in Folge auf eine allgemeine Preiserhöhung verzichten, um Kundinnen und Kunden zurückzugewinnen. Helfen soll dabei auch eine breit angelegte Freizeitkampagne. «Neue, attraktive Angebote» wie die «Spar-Kleingruppe» würden zudem eingeführt, schrieb der Tarifvebund weiter.

Auch reisen Kinder bis zum sechsten Geburtstag seit dem letzten Fahrplanwechsel immer gratis. Gleichzeitig sei der Swiss Travel Pass bis zu 21 Prozent günstiger geworden. Zudem sei die Spartageskarte ab 29 Franken und der Sparklassenwechsel im Angebot ergänzt worden.

Dem Verband sind rund 250 Transportunternehmen und 18 Tarifverbünde angeschlossen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. April 2022 11:29
aktualisiert: 11. April 2022 12:15
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