Schweiz

Viele schalten die Fahrerassistenten im Auto bewusst aus

Nicole Sutter, 3. März 2020, 16:27 Uhr
Jede zehnte Person hat gemäss einer BFU-Umfrage noch nie den Spurhalte-Assistenten eingeschaltet.
© Archivbild: Sandra Ardizzone
Immer mehr Schweizer Autos sind mit technischen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet, jedoch werden diese oft bewusst ausgeschaltet. Das ist gefährlich, denn die technisch fortgeschrittenen Systeme verringern die Anzahl der Verkehrsunfälle.

Die Anzahl Fahrzeuge, die mit technischen Fahrerassistenzsystemen (FAS) ausgestattet sind, nimmt in der Schweiz zu. Dies schreibt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) in einer Medienmitteilung. Notbrems-, Spurhalte- und Geschwindigkeitsassistenten können helfen, schwere Unfälle zu verhindern.

Je mehr Fahrzeuge mit solchen Systemen ausgestattet sind, desto grösser sei ihr Einfluss auf die gesamte Strassenverkehrssicherheit. Allerdings aktiviert laut einer Untersuchung der BFU nur jede zweite Person den Spurhalteassistenten, der bei Bedarf aktiv ins Lenken eingreift. Jede zehnte Person hat ihn noch gar nie eingeschaltet.

Ab 2022 sind alle EU-Fahrzeuge ausgestattet

Laut Nadia Ingenhoff, FAS-Expertin bei der BFU, könnte ein möglicher Grund dafür sein, dass sich diese zuvor fälschlicherweise während der Fahrt aktiviert haben. «Während die ersten Fahrerassistenzsysteme nicht immer funktioniert haben, sind die aktuellen Systeme auf dem Markt aufgrund grosser technischer Fortschritte aber sehr zuverlässig», lässt sich Ingenhoff zitieren.

Ab 2022 werden in der EU alle neu zugelassenen Motorfahrzeuge mit modernen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet sein. Laut BFU ist es für die Schweizer Unfallprävention äusserst wichtig, diese Vorgaben ebenfalls zu übernehmen.

Nicole Sutter
Quelle: CH Media
veröffentlicht: 3. März 2020 16:18
aktualisiert: 3. März 2020 16:27