Vier von fünf Bijouterie-Räubern in Graubünden verhaftet

4. April 2018, 17:50 Uhr
Vier mutmassliche Räuber hat die Polizei nach dem Überfall auf eine Bijouterie in Samnaun festgenommen. (Symbolbild)
Vier mutmassliche Räuber hat die Polizei nach dem Überfall auf eine Bijouterie in Samnaun festgenommen. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Nur einen Tag nach dem bewaffneten Raubüberfall auf eine Bijouterie im bündnerischen Samnaun sind vier der fünf mutmasslichen Täter verhaftet worden. Drei hatten sich im Kofferraum eines Autos versteckt, einer war am Mittwoch noch auf der Flucht.

Die Festnahmen erfolgten dank Hinweisen aus der Bevölkerung, wie die Kantonspolizei Graubünden am Mittwoch mitteilte. Ausserdem habe ein beträchtlicher Teil der Beute - Uhren im Wert von über einer Million Franken - sichergestellt werden können.

Polizisten hatten am Mittwochmittag nach einem Hinweis in Samnaun-Dorf ein Fahrzeug unter die Lupe genommen, dessen Innenraum aber leer war. Als sie den Kofferraum öffneten, entdeckten sie darin drei Männer, die sofort festgenommen wurden. Ein weiterer Mann wurde laut Polizei bei einer Kontrollstelle in Samnaun verhaftet.

Die vier serbischen und bosnischen Männer im Alter zwischen 31 und 33 Jahren werden dringend verdächtigt, am Raubüberfall auf das Uhren- und Schmuckgeschäft am Dienstag über Mittag in Samnaun-Dorf beteiligt gewesen zu sein.

Beim Überfall, bei dem es keine Verletzten gab, waren die Männer bewaffnet und maskiert. Die Polizei geht von insgesamt fünf Räubern aus. Einer sei noch flüchtig, hiess es.

Der Raubüberfall im Dreiländereck Schweiz, Österreich, Italien löste bei den Sicherheitskräften eine internationale Grossfahndung aus. Polizisten aus der Region und eine Spezialeinheit der Bündner Kantonspolizei standen im Einsatz, darunter die Hundeführer, Grenadiere und das mobile Einsatzelement.

Ein Teil der Einsatzkräfte wurde am Mittwoch aus anderen Teilen des Kantons ins Samnaun geflogen. Die Fahndung wurde durch das Grenzwachtkorps, die österreichischen und italienischen Zollbehörden sowie die österreichischen und die italienischen Polizeibehörden unterstützt.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 4. April 2018 11:25
aktualisiert: 4. April 2018 17:50