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Wein geklaut – Prosecco gekriegt

Lena Rhyner, 9. September 2018, 16:26 Uhr
Einem Journalisten wurde in der Stadt Zürich aus seinem Kellerabteil Wein gestohlen – ein regionaler Getränkehändler reagiert auf seinen Facebook-Post und verspricht Prosecco-Flaschen zur Aufmunterung.
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Was für eine böse Überraschung, als Journalist Philipp Meier in seinen Keller in der Stadt Zürich ging und einen halb ausgeräumten Weinkeller vorfand. Sagenhafte 40 Flaschen Wein und Schaumwein seien geklaut worden. «Wir haben uns echt gefragt, wie die das geschafft haben. Immerhin: Die Einbrecher waren keine Naturwein-Kenner und nahmen eher die Weine mit, die wir sowieso nicht mochten», sagt Meier zu FM1Today.

Der Polizist habe ihm gesagt, dass sich in den letzen Monaten die Diebstähle von Alkohol aus Kellerabteilen gehäuft hätten, besonders im Zürcher Kreis 4. Auf Anfrage von FM1Today bestätigt Michael Walker von der Stadtpolizei Zürich, dass die Beamten einen Anstieg von Einbrüchen in Kellerabteilen und Gartenhäuschen hätten feststellen können.

Zwei Flaschen Trost-Prosecco

Eine Antwort auf den Facebook-Beitrag liess nicht lange auf sich warten. Die Zürcher Getränkehandlung Huber teilte Meiers Beitrag und sprach ihr «Beileid» aus. «Der Verlust deiner Weine tut uns sehr leid. Wir fühlen deinen Schmerz», kommentiert sie. Als Wiedergutmachung wolle sie nun allen, denen in den vergangenen Monaten Wein oder andere Getränke gestohlen wurden, zwei Flaschen Prosecco schenken. «Die erste zur Beruhigung, die zweite zum Spass.» Wer mit einer Kopie des Polizeirapports bei ihnen vorbeikomme, erhalte das Sprudelgetränk.

Nicht nur die beiden Flaschen Gratis-Prosecco verleihen der Geschichte eine positive Wendung. «Klar ist es sehr ärgerlich, aber immerhin ist endlich wieder mal was los hier im «Chreis Cheib», wo doch sonst alles immer langweiliger und bünzlihafter wird», sagt Philipp Meier. So bleibe der Kreis 4 wenigstens seinem Image ein wenig treu.

Ostschweizer können aufatmen

In den Kantonen St.Gallen und Thurgau sei kein Anstieg von Einbrüchen in Kellerabteilen zu verzeichnen. Dies bestätigen die Kantonspolizeien. «Die Einbruchrate ist sogar ausserordendlich tief», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kapo St.Gallen.

Lena Rhyner
Quelle: rhy
veröffentlicht: 9. September 2018 16:26
aktualisiert: 9. September 2018 16:26