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Coronavirus

Weltärzteverband-Präsident: Schweiz muss über 2-G-Regel diskutieren

12. November 2021, 06:14 Uhr
Wegen der stark steigenden Neuansteckungen mit den Corona-Virus muss in der Schweiz die 2-G-Regel zum Thema werden. Das sagt Frank Ulrich Montgomery, der Präsident des weltweiten Zusammenschlusses der Ärzteverbände (WMA).
Zutritt nur für Geimpfte und Genesene auch in der Schweiz – ohne drastische Massnahmen würde die Corona-Pandemie nicht zu stoppen sein, sagt Weltärzte-Vorstand Frank Ulrich Montgomery.
© KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Natürlich müsse das 2-G-Zertifikat – also für Geimpfte oder Genesene – nicht flächendeckend eingeführt werden. «Im Zürcher Bankenviertel ziemlich sicher, auf der Rütli-Wiese hingegen kaum», sagte der Deutsche im Interview mit dem «St.Galler Tagblatt»

Skigebiet Ischgl/Samnaun führt 2-G-Regel ein

Gesundheitsminister Alain Berset sagte am Donnerstag in einer Diskussionsrunde des Onlineportals von «20 Minuten», dass er nicht glaube, dass in der Schweiz die 2-G-Regel nötig werde. Aber in einer Pandemie gebe es immer Ungewissheiten.

Das grenzüberschreitende Skigebiet Samnaun/Ischgl hat als erstes Skigebiet in der Schweiz bereits entschieden, die 2-G-Zertifikatspflicht einzuführen. In Oberösterreich soll ab Montag zudem ein regionaler Lockdown für Ungeimpfte eingeführt werden.

Dauer des Impfschutzes zähle

Montgomery sagte ausserdem, dass die Gültigkeitsdauer des Zertifikats nach wissenschaftlichen Kriterien beurteilt werden müsse. Es dürfe nur so lange gültig sein, wie die Immunität der Impfung anhalte. Wenn wissenschaftlich belegt werden könne, dass man nach sechs Monaten den vollen Impfschutz verliere, müsse die Gültigkeit des Zertifikats nach sechs Monaten enden. In der Schweiz hat das Zertifikat aktuell eine Laufzeit von 12 Monaten nach der zweiten Impfung.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. November 2021 06:14
aktualisiert: 12. November 2021 06:14