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Badener Experiment

Wer auf Plastik verzichtet, hat auch weniger Plastik im Körper

30. Mai 2021, 20:45 Uhr
Plastikrückstände sind auch im menschlichen Blut zu finden. Doch wer wo möglich auf Plastik verzichtet, lebt gesünder. Das zeigt ein Experiment aus Baden.

Plastik hat nicht nur in der Umwelt verheerende Folgen, auch im menschlichen Körper kann es Schaden anrichten. Doch nun zeigt sich: Der Mensch kann etwas dagegen tun. Im Rahmen des Badener Plastikexperiments vom März 2020 liessen nämlich zahlreiche Teilnehmer ihr Blut analysieren: Zu Beginn des Experiments und Corona-bedingt nicht nach einem, sondern nach vier Monaten.

Das Resultat liegt nun vor: Bei den 140 Teilnehmern, die ihr Blut zweimal testen liessen, wurde eine zwei- bis sechsfache Reduktion der Plastikteile festgestellt. Das «überstieg alle Erwartungen», schreiben die Gründer des Plastikexperiments in einer Mitteilung. «Mit dem Resultat wird deutlich, dass jeder einzelne Einfluss auf seine Gesundheit nehmen kann.» Notwendig seien wenige einfache Verhaltensänderungen. Alter und Geschlecht spielten keine Rolle. «Allein die Tatsache, bewusst auf den Konsum von Plastik zu verzichten, hat eine Reduktion innert kürzester Zeit - nach einigen Stunden bis Tagen – zur Folge. Der Körper beziehungsweise die Zelle zeigt hier eine zum Teil erstaunliche Fähigkeit zur Selbstreinigung und Entgiftung.»

Doch wie sieht das im Alltag aus? Worauf kann man am einfachsten verzichten? Erfinder des Plastikexperiments Christoph Broens sowie die weiteren Gründungsmitglieder haben ein paar Tipps:

Das Experiment ist jedoch noch nicht ganz vorbei. Jetzt wollen die Forscher einen Schritt weiter gehen und direkt den Plastikgehalt in Zellen messen. Schon jetzt besteht reges Interesse am Plastikexperiment. Gemäss den Gründern haben auch andere Städte ihr Interesse bekundet.

(vro)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 30. Mai 2021 17:01
aktualisiert: 30. Mai 2021 20:45