Glasfaserausbau

Wettbewerbskommission eröffnet Untersuchung gegen Swisscom

17. Dezember 2020, 07:55 Uhr
Swisscom will die Abdeckung mit Glasfasern bis 2025 verdoppeln. (Symbolbild)
© Keystone
Swisscom baut derzeit ihr Glasfasernetz aus. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat deswegen eine Untersuchung eingeleitet.

(dpo) Wie die Wettberwerbskommission am Donnerstag mitteilt, besteht die Gefahr, dass Swisscom beim Bau seines Glasfasernetzes Konkurrenten vom Markt ausschliesst. Das Telekomunternehmen ändere die Bauweise des Netzes so, dass Wettbewerber keinen direkten Zugang mehr zur Netzwerkinfrastruktur erhielten, heisst es. Laut der Weko erscheint es als glaubhaft, dass Swisscom damit eine «marktbeherrschende Stellung missbraucht».

Aus diesem Grund verbietet die Weko der Swisscom ab sofort mit vorsorglichen Massnahmen, Wettbewerbern den Zugang zu durchgehenden Leitungen zu verweigern. Die Wettbewerbskommission untersucht nun «vertieft», inwiefern Swisscom allenfalls ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht, schreibt sie.

Swisscom analysiert Vorwürfe

Das Telekomunternehmen kann ihrerseits die von der Weko erhobenen Vorwürfe «nicht nachvollziehen». Swisscom werde diese im Detail analysieren und anschliessend das weitere Vorgehen beschliessen, schreibt sie in einer Stellungnahme.

Laut eigenen Angaben investiert Swisscom jährlich rund 1,6 Milliarden Franken in den Ausbau und Unterhalt der Glasfasernetze. Bis Ende 2025 will Swisscom die Abdeckung mit Glasfasern bis in Wohnungen und Geschäfte auf 3 Millionen verdoppeln.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 17. Dezember 2020 07:47
aktualisiert: 17. Dezember 2020 07:55