Sommerferien-Boom

Wo und wie die Schweiz Ferien macht – erklärt in 6 Punkten

Julian Wermuth, 30. Mai 2022, 15:03 Uhr
Der Reisehunger in der Schweiz ist gross: Nach zwei Jahren Pandemie ist die Freiheit so gross wie schon lange nicht mehr. Das zeigt sich auch an den Ferienplänen für den Sommer. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Die Planung der Sommerferien geht dank des Wegfalls der Corona-Massnahmen wieder leichter von der Hand. Laut einer Umfrage der Generali lässt sich noch knapp jede zweite Person in der Schweiz durch die Pandemie in der Ferienplanung einschränken.

Konkret gaben noch 46 Prozent der Reisewilligen an, dass sie sich nun weniger von Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in ihrer Ferienplanung leiten lassen. Letztes Jahr hätten noch zwei Drittel der rund 500 befragten Personen angegeben, dass sie durch Covid-Regelungen in der Sommerferienplanung eingeschränkt wurden.

Wie viele Schweizer verreisen?

Mit der wiedergewonnenen Freiheit haben dieses Jahr 7 von 10 Befragten geplant, während des Sommers zu verreisen – sei es in der Schweiz oder im Ausland. Das entspricht einer Zunahme um 8 Prozentpunkten im Vergleich zum letzten Jahr.


Gibt man jetzt mehr Geld aus?

Mehr ausgeben möchten die Schweizerinnen und Schweizer nicht: 72 Prozent der Befragten gaben an, für die kommenden Ferien mit dem gleichen Budget zu planen, wie vor der Pandemie. Das wird aber schwierig, denn gerade Preise für Flüge haben im Vergleich zu 2019 teils massiv zugenommen.


Wie verreist man?

Die Mehrheit der Befragten verreist wie im Vorjahr mit dem eigenen Auto (48 Prozent). Das ist im Vergleich zu 2021 eine Abnahme um 7 Prozentpunkte. Es gibt allerdings einen Unterschied bei den Geschlechtern: Bei den Frauen gaben 46 Prozent an, diesen Sommer am liebsten mit dem Auto zu verreisen – bei den Männern waren es nur 39 Prozent.

Die ÖV haben dagegen einen schwereren Stand: 33 Prozent der Männer und nur 17 Prozent der Frauen planen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, also mit Zug oder Bus, zu verreisen. Bei Familien ist mit 46 Prozent ebenfalls das Auto das bevorzugte Verkehrsmittel, gefolgt vom Flugzeug mit 41 Prozent.

Wo gehts hin?

Bella Italia! Unser südlicher Nachbar bleibt «Numero uno»: 29 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer planen Ferien in Italien. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Frankreich und Spanien. Beliebteste Ferienziele ausserhalb Europas sind die USA, Türkei, Ägypten und Thailand.

Auffallend sei gemäss Generali, dass weniger Schweizerinnen und Schweizer im eigenen Land Ferien machen würden: Im 2021 gaben 42 Prozent der Befragten an, die Ferien in der Schweiz zu verbringen. Dieses Jahr sind es nur noch 27 Prozent.


Welche Schweizer Regionen sind am beliebtesten?

Kaum verwunderlich räumt das Tessin auch dieses Jahr wieder ab und bleibt mit 34 Prozent klar die Lieblingsdestination innerhalb der Schweiz. Weiter auf dem Podest befinden sich die Ostschweiz und die Genferseeregion. Die Zahlen sind aber mit Vorsicht zu geniessen, im Vergleich zum Vorjahr sind viele noch unentschieden, wo es in der Schweiz hingehen soll.

Wie lange dauern die Ferien?

Deutliche Unterschiede gibt es bei der Dauer der Ferien. Vor allem Jüngere planen ausgiebige Ferien. Drei Wochen Ferien am Stück machen vor allem die 18- bis 29-Jährigen, während Personen ab 50 Jahren öfters einwöchige Ferien machen.

Wo zieht es dich hin in den Ferien? Verrat es uns in der Kommentarspalte!

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 30. Mai 2022 15:04
aktualisiert: 30. Mai 2022 15:04
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