Zurich verdient im ersten Halbjahr mehr als erwartet

8. August 2019, 07:22 Uhr
Die Zurich Insurance kauft einer australischen Versicherungsgruppe deren Geschäft in Südamerika ab und baut dadurch ihre Position in Lateinamerika markant aus. (Archivbild)
Die Zurich Insurance kauft einer australischen Versicherungsgruppe deren Geschäft in Südamerika ab und baut dadurch ihre Position in Lateinamerika markant aus. (Archivbild)
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Naturkatastrophen haben die Rechnung der weltweit tätigen Versicherungsgruppe Zurich im ersten Halbjahr 2019 weniger stark belastet als dies noch im Vorjahr der Fall war. Zudem arbeitet der Konzern effizienter und macht das Geschäft profitabler.

Entsprechend wies die Zurich ein klar höheres Ergebnis aus. Den Betriebsgewinn (BOP) steigerte die Zurich in den Monaten Januar bis Juni um 16 Prozent auf 2,82 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn legte um 14 Prozent auf 2,04 Milliarden zu, wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte.

Mit den Ergebnissen übertraf die Zurich die Markterwartungen ziemlich klar. Analysten hatten im Vorfeld der Zahlenvorlage mit einem Betriebsgewinn im Umfang von 2,57 Milliarden Dollar und einem Reingewinn von 1,81 Milliarden gerechnet.

Aufgrund der vorsichtigen Haltung bei der Suche nach neuen Geschäftsabschlüssen verharrte das Prämienvolumen in der Schadensparte auf dem Vorjahresniveau. Auf vergleichbarer Basis und um Währungseffekte bereinigt zogen die Bruttoprämien allerdings in diesem Geschäft um rund 4 Prozent an. Deutlicher zulegen konnte man in der Lebensversicherung: Da stieg das Volumen bereinigt um 7 Prozent.

Die Zurich bleibt laut eigenen Angaben auf Kurs, um die für das Ende Jahr auslaufende Dreijahresprogramm gesetzten Ziele zu erfüllen oder gar zu übertreffen. Im Fokus stehen dabei Kosteneinsparungen. Bis Ende 2019 soll der Kostenblock um insgesamt 1,5 Milliarden Dollar schrumpfen, wobei ein Grossteil davon (1,3 Milliarden) bereits umgesetzt werden konnte.

Gespart wurde in erster Linie in der Sachversicherung. Im ersten Halbjahr verbesserte sich die für das Geschäft massgebende Kennzahl, der Schaden-Kosten-Satz, auch dank der tiefen Schadenkosten zum Vorjahr um 2,4 Prozentpunkte auf 95,1 Prozent. Das sei der tiefste und damit beste Wert sei zehn Jahren, hiess es. Liegt der Satz unter 100 Prozent, verdient ein Versicherer Geld.

Neue Geschäftsziele legt der Versicherer dann am Investorentag vor, der im November in London über die Bühne gehen wird.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 8. August 2019 07:16
aktualisiert: 8. August 2019 07:22