Schwester Elisabeth ist im Kloster glücklich

Schwester Elisabeth kümmert sich im Klostern um ihre ältere Mitschwestern und Ministranten und absolviert die Ausbildung als Katechetin.
Schwester Elisabeth kümmert sich im Klostern um ihre ältere Mitschwestern und Ministranten und absolviert die Ausbildung als Katechetin. © PD
Schwester Elisabeth lebt seit acht Jahren im Kloster Leiden Christi in Jakobsbad. Sie war nur gerade 19 Jahre alt, als sie eintrat. Bereut hat sie es nie.

Mit 27 Jahren ist Schwester Elisabeth mit Abstand die jüngste der zehnköpfigen Bewohnerschaft des Klosters. Bereits mit 16 Jahren verspürte sie eine tiefe Sehnsucht nach dem Klosterleben. «Im Internet bin ich dann auf das Kloster Leiden Christi in Jakobsbad gestossen, bei diesem konnte ich mir vorstellen, längerfristig zu bleiben. Obwohl ich noch nie in einem Kloster oder in der Schweiz war, habe ich mich quasi in diesen Ort verliebt», sagt Schwester Elisabeth, die in Norddeutschland aufgewachsen ist.

Im Juli 2011 reiste sie mit ihrem Vater nach Jakobsbad ins Kloster. «Als ich durch das Tor geschritten bin, war es wie ein Heimkommen.»

Schwester Elisabeth trat vor acht Jahren ins Kloster Christi Leiden in Jakobsbad ein. (Bild: PD)

Wie schon seit den Anfängen der Klosterzeit richtet sich das Leben im Kloster Leiden Christi nach zwei Schwerpunkten: beten und arbeiten. Jede Schwester hat ihr eigenes Spezialgebiet. «Ich bin für die Betreuung der älteren Mitschwestern zuständig und ich kümmere mich auch um unsere Ministranten-Schar.» Schwester Elisabeth absolviert derzeit die Ausbildung als Katechetin und unterrichtet in Gonten jeweils eine Stunde pro Woche.

Im Kloster vermisst Schwester Elisabeth nichts, einzig vielleicht ihre Familie, die weit weg in Hannover wohnt. «An meine Eltern und Schwester denke ich sehr viel. Aber auch wenn sie weit entfernt sind, fühle ich mich trotzdem verbunden mit ihnen.»

Mindestens einmal im Monat hat Schwester Elisabeth mit ihren Eltern telefonischen Kontakt und mit ihren Freundinnen tauscht sie sich regelmässig brieflich aus.

«Ich bin glücklich hier und der Glaube ist wie ein Feuer, das in mir brennt. Er schenkt mir viel Wärme, Kraft und Hoffnung. Wir Klosterfrauen sind hier, um die Bevölkerung zu unterstützen und es ist eine Freude zu sehen, wie viele zu uns kommen, sei es im Klosterladen, im Gottesdienst oder bei der Klosterpforte.»

 

(red.)

 

 


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