Ernie und Bert sind schwul

Ernie und Bert, zwei der beliebtesten Figuren der "Sesamstrasse", sind schwul. Autor Mark Saltzmann setzte dem jahrelangen Rätselraten ein Ende. (Archivbild)
Ernie und Bert, zwei der beliebtesten Figuren der "Sesamstrasse", sind schwul. Autor Mark Saltzmann setzte dem jahrelangen Rätselraten ein Ende. (Archivbild) © KEYSTONE/AP/FABIAN BIMMER
Nach jahrelangen Spekulationen um zwei der beliebtesten Figuren aus der «Sesamstrasse» hat das Rätselraten wohl ein Ende. Ernie und Bert sind schwul, wie Autor Mark Saltzman, jetzt dem Magazin «Queerty» sagte.

Er habe die Puppen immer als Paar empfunden und sie auch in keinem anderen Kontext gesehen, dabei aber keine «grosse Agenda» gehabt. Saltzmann, der 1984 zur «Sesamstrasse» kam, hatte den Tollpatsch Ernie und den schroffen Grummelbär Bert in die Fernsehsendung geschrieben.

Ernie und Bert sind an seine eigene Beziehung angelehnt gewesen

Die zwei Figuren seien in seinen Drehbüchern an seine eigene Beziehung mit Film-Cutter Arnold Glassman angelehnt gewesen. Die beiden waren mehr als 20 Jahre und bis zum Tod Glassmans im Jahr 2003 ein Paar. Saltzman bezeichnete Glassman in dem Interview als «Liebe meines Lebens». Bekannte hätten die beiden Männer mit Spitznamen auch «Ernie und Bert» genannt.

Es gab sogar eine Online-Petition für eine Hochzeit der beiden

Ernie und Bert teilten sich in der «Sesamstrasse» nicht nur Wohnung und Schlafzimmer, sondern baden auch gemeinsam. 2011 wurde sogar eine Online-Petition gestartet, die Stimmen für eine Hochzeit des Paares sammelte.

Bisheriges Statement: «Puppen haben keine sexuelle Orientierung»

Bisher hatten die Macher der «Sesamstrasse» ablehnend reagiert. Gary Knell vom «Sesame Workshop» stellte etwa klar: «Sie sind nicht homosexuell, sie sind nicht heterosexuell, sie sind Puppen. Sie existieren unterhalb der Taille nicht.»

Im englischsprachigen Original wurde «Sesame Street» erstmals 1969 beim TV-Sender PBS ausgestrahlt, sie läuft mittlerweile beim Bezahlsender HBO. Weltweit wurde die Kindersendung in 120 Ländern gezeigt.

(SDA)


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