Sex-Roboter könnten dich töten

Manipulation künstlicher Intelligenz: Sexroboter können zu Killer-Maschinen umprogrammiert werden. (Symbolbild)
Manipulation künstlicher Intelligenz: Sexroboter können zu Killer-Maschinen umprogrammiert werden. (Symbolbild) © iStock
Was, wenn jemand deinem Sex-Roboter befiehlt, dich anzugreifen? Klingt wie aus einem Science-Fiction-Film – ist aber möglich, glaubt ein Experte für Cybersicherheit.

Sie schliessen sich ans Internet an, imitieren Orgasmen, können sprechen und sich bewegen. Die Welt staunt, wie lebensecht Sex-Roboter mittlerweile sind. Nicht nur zu Handlungen im sexuellen Bereich sind die Roboter fähig, sie können auch auf Wünsche reagieren und lernen, mit wem sie es zu tun haben. Die «guten» Modelle sind mit «künstlicher Intelligenz» ausgerüstet, und genau das macht sie gefährlich. Hacker könnten leicht in das System eines solchen Roboters dringen und die volle Kontrolle übernehmen, glaubt Experte Nick Patterson.

Sex-Roboter könnten zuschlagen

«Sexbots können genauso gut wie Smartphones geknackt werden und einem statt Vergnügen zu bereiten Leid antun und sogar ins Jenseits befördern». Das hat der Dozent für Cybersicherheit an der australischen Deakin University Nick Patterson in einem Interview für die Zeitung Daily Star Online gesagt. «Hacker können sich in einen solchen Roboter einklinken und die volle Kontrolle über die Verbindungen, Arme, Beine übernehmen. Damit können sie auch über den Roboter Werkzeuge greifen, wie zum Beispiel Messer oder schwere, zum Zuschlagen geeignte, Gegenstände».

Mensch hat schlechte Karten

Sex-Roboter sind Laut Nick Patterson noch leichter zu knacken als ein Smartphone oder ein Computer. Alles, was ein Mensch betätigen und tun kann, kann der Sex-Roboter auch, dazu gehöre eben auch, einen Menschen anzugreifen. Da Roboter keine Schmerzen und keine Angst empfinden, aber stark und kaum verletzbar sind, sähe es für den Menschen schlecht aus. Es wäre also eine gute Idee, wenn der Besitzer eine Möglichkeit hätte, mit einer Fernbedienung oder auch mit einem Notschalter, die Verbindung zum Internet zu kappen. Oder, so Patterson, sogar einen «Kill-Schalter» hätte, um im ganzen Haus den Strom abzuschalten.

Dritter Weltkrieg durch künstliche Intelligenz

Schon Tesla-Chef Elon Musk hatte vor den Risiken künstlicher Intelligenz gewarnt. Der Wettkampf der Nationen um eine Überlegenheit in diesem Bereich wird seiner Aussicht nach den Dritten Weltkrieg auslösen. «Künstliche Intelligenz ist ein fundamentales Risiko für die Existenz der menschlichen Zivilisation, so, wie es Autounfälle, Flugzeugabstürze, Drogen oder schlechtes Essen nie sein werden», sagte Musk während einer Sitzung der Nationalen Gouverneursversammlung im US-Bundesstaat Rhode Island. Er wolle nicht alarmierend klingen, sagt er, gab sich aber wenig Mühe, die Wirkung seiner Worte abzuschwächen. «Ich habe Zugang zur modernsten künstlichen Intelligenz, die es gibt. Und ich glaube, die Leute sollten besorgt darüber sein.»

(kov)


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