«Sie kuscheln im Schlaf miteinander»

Die beiden Bären sind unzertrennlich.
Die beiden Bären sind unzertrennlich. © Instagram/Arosa Bärenland
Nach einer langen Reise sind am Freitag die neuen Bären in Arosa angekommen. Zurzeit erkunden sie neugierig das Gehege und bleiben dabei stets eng zusammen. Im Frühling treffen sie auf ihren neuen Mitbewohner, Napa.

«Es ist sehr spannend, den beiden Bären zuzuschauen», sagt Pascal Jenny, Präsident der Stiftung Arosa Bären. «Zurzeit verhalten sie sich noch sehr unterschiedlich. Meimo, das Männchen, schläft praktisch den ganzen Tag im Stroh, während das Weibchen, Amelia, das Gehege erkundet, mit Ästen spielt und sich im Schnee wälzt. Zum Schlafen kuschelt sie sich jeweils an Meimo und die beiden schlafen zusammen ein, ein bisschen wie wir Menschen.»

Treffen mit Napa folgt im Frühling

Seit ihrer Ankunft am Freitagabend sind die Bären in einem Innengehege. Das Aussengehege ist wegen der hohen Schneemengen geschlossen. Auch Napa ist zurzeit im Innengehege und hält Winterruhe. Er hat seine neuen Gspänli jedoch noch nicht kennengelernt. Die erste Begegnung, in Fachsprache die Vergesellschaftung, wird erst im Frühling stattfinden. «Dann werden wir sehen, ob sie Freude aneinander haben oder sich anknurren», sagt Jenny.

Für den Fall, dass die Bären sich nicht verstehen, hat sich das Bärenland abgesichert. «Wenn sie sich wirklich gar nicht verstehen, können wir das grosse Aussengehege unterteilen. Da die Bären sich jedoch an Menschen gewohnt sind, haben wir die Hoffnung, dass sie auch andere Bären akzeptieren. Das Gehege ist mit drei Hektaren schliesslich auch gross genug und bietet viele Rückzugsmöglichkeiten.»

Es gibt keine jungen Bären

Wer jetzt bei einem Männchen und Weibchen auf Nachwuchs hofft, wird enttäuscht: «Junge Bären sind bei uns nicht erwünscht, da ein junger Bär den Platz von einem ausgewachsenen wegnehmen würde. Wir wollen aber noch mehr Bären aus der Gefangenschaft retten», sagt Jenny. Das Areal ist für maximal fünf Bären konzipiert.

Die neuen Bären können zurzeit nur über einen Bildschirm besichtigt werden. Das erste Mal öffnet das Bärenland Arosa sein Aussengehege an Auffahrt und an Pfingsten. Ab Mitte Juni beginnt dann die Sommersaison und die drei Bären können ausgiebig bestaunt werden.

Bären haben viele Fans

Die Instagram-Posts von den Bären ernten zahlreiche Kommentare. So schreibt User «zara_cinco»: «Diese Bärenblick ist zum Verlieben», «ursula.c.huber» findet es «wunderbar, zu sehen, dass sie angekommen sind» und Instagram-Userin «horgerjana» sieht Bärendame Amelia als etwas ganz Besonderes: «Hätte sie Flügel, wäre sie ein Engel. Für mich ist Amelia einfach himmlisch.» Für die Bewohner in Arosa ist es wohl doch gut, dass Amelia keine Flügel wachsen werden.

(sar)


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