Sieg von Jumbo-Visma im Teamzeitfahren

Das niederländische Team Jumbo-Visma mit Leader Mike Teunissen
Das niederländische Team Jumbo-Visma mit Leader Mike Teunissen © KEYSTONE/EPA/GUILLAUME HORCAJUELO
Das Mannschaftszeitfahren der 106. Tour de France wird eine Beute des Teams Jumbo-Visma. Der schon am Vortag siegreiche Niederländer Mike Teunissen behält das Leadertrikot.

Die niederländische Formation Jumbo-Visma setzte sich auf der 27,6 km langen und vorwiegend flachen Strecke in Brüssel mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 57,2 km/h überlegen vor dem Team Ineos durch. 20 Sekunden Vorsprung büsste die britische Formation um den Tour-de-France-Vorjahressieger Geraint Thomas und den diesjährigen Tour-de-Suisse-Sieger Egan Bernal ein.

Im Gesamtklassement führt der 26-jährige Teunissen weiterhin mit zehn Sekunden Vorsprung, neu vor seinem Teamkollegen Wout van Aert aus Belgien. Dritter ist der Niederländer Steven Kruijswijk, der als letztjähriger Tour-Gesamtfünfter zum erweiterten Favoritenkreis gehört, Vierter der deutsche Zeitfahr-Exweltmeister Tony Martin. Als erster Nicht-Jumbo-Fahrer belegt der Italiener Gianni Moscon in der Gesamtwertung mit 30 Sekunden Rückstand auf Teunissen den 6. Platz.

Rang 3 in der 2. Etappe, welche in der belgischen Hauptstadt vom Palais Royal zum Atomium führte, ging an das belgische Team Deceuninck-Quick Step (0:21 zurück). Stark fuhr mit 32 Sekunden Rückstand auch die französische Equipe Groupama-FDJ mit dem Schweizer Zeitfahrmeister Stefan Küng und dem Podestanwärter Thibaut Pinot aus Frankreich.

Mehr als eine Minute Zeitverlust handelte sich hingegen Movistar ein. Für dessen Toptrio Nairo Quintana, Mikel Landa und Alejandro Valverde ein schon beträchtliches Handicap für die kommenden drei Wochen. Zu den Verlierern des Tages gehörten auch der Australier Richie Porte von Trek-Segafredo (1:17 Minuten zurück) und der Franzose Romain Bardet von der französischen Equipe AG2R La Mondiale (1:19).

Am Montag kehrt die Tour de France nach Frankreich zurück. Auf den 215 km vom belgischen Binche nach Èpernay in der französischen Champagne stehen vier Bergwertungen auf dem Programm, allesamt auf den finalen 50 Kilometern, womit die reinen Sprinter chancenlos sein werden. Vielmehr scheint die 3. Etappe auf einen Fahrer wie den Slowaken Peter Sagan zugeschnitten.

(SDA)


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