Sinnloser Feuwehreinsatz auf der A13

Ein Autofahrer gibt nach einem Selbstunfall bei Weite an, eingeklemmt zu sein. Als die Feuerwehr kommt, kann er plötzlich aus dem Auto aussteigen.
Ein Autofahrer gibt nach einem Selbstunfall bei Weite an, eingeklemmt zu sein. Als die Feuerwehr kommt, kann er plötzlich aus dem Auto aussteigen. © Kapo SG
Gleich drei Mal hat die Kantonspolizei St.Gallen rechtzeitig eingreifen können und fahrunfähige Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen. Ein vierter Fall landete jedoch in einer Autobahnböschung bei Weite. Wegen ihm musste die Feuerwehr grundlos ausrücken.

Mitten in der Nacht auf Samstag fuhr ein Autolenker auf der Autobahn A13 bei Weite in Richtung Sevelen. Er sieht das Licht eines verunfallten Autos auf dem Grünstreifen und alarmiert die Rettungskräfte. Kurze Zeit später, um 3.15 Uhr, findet die Polizei das überschlagene Auto. «Der Lenker gab an, eingeklemmt zu sein und das Auto nicht verlassen zu können», sagt Florian Schneider, Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Die Polizisten verständigten die Feuerwehr. Doch als diese eintrifft, konnte der 39-Jährige plötzlich das Auto selbständig verlassen. «Die Polizisten haben den Mann als fahrunfähig eingestuft. Bei ihm wurde von der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen eine Blut- und Urinprobe angeordnet. Er wurde vom Rettungsdienst mit leichten Verletzungen zur Kontrolle ins Spital gebracht.»

Das Auto bei Weite lag im Grünstreifen neben der Autobahn. Der Autolenker war fahrunfähig.

Das Auto bei Weite lag im Grünstreifen neben der Autobahn. Der Autolenker war fahrunfähig. (Bild: Kapo SG)

Die Polizei geht davon aus, dass der Lenker möglicherweise nach mehreren Überschlägen im Grünstreifen gelandet ist. Feuerwehr- und Rettungseinsätze bezahlen in der Regel die Versicherungen der verunfallten Lenker. «Ob in diesem Fall die Versicherung die Kosten übernimmt, hängt wohl von den Resultaten der angeordneten Alkohol- und Drogentests ab», sagt Schneider.

Unbeleuchtetes Auto auf der Autobahn abgestellt

In dieser Nacht hat die Polizei noch drei weitere Lenker aus dem Verkehr gezogen. «Bei diesen konnte Schlimmeres verhindert werden», sagt Schneider und warnt: «Wer fahrunfähig unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere.»

Besonders gefährlich hat sich ein 40-jähriger Mann auf der Autobahn zwischen Gossau und Uzwil kurz nach 4 Uhr verhalten. Er hat sein Auto unbeleuchtet auf dem Pannenstreifen abgestellt und stand danach neben dem Auto direkt auf der Fahrbahn. «Das ist wirklich unglaublich und völlig verantwortungslos», sagt Schneider. Glücklicherweise war innert kürzester Zeit eine Polizeipatrouille vor Ort und konnte den Mann in Sicherheit bringen. «Dies hätte mit einem tödlichen Unfall enden können», sagt Schneider. Die Polizisten hatten den Mann als fahrunfähig eingestuft.

Die Leuchtmatrix der Polizei nicht befolgt

Auf einen weiteren solchen Fall war die Polizei bereits am Freitagabend getroffen: Eine Polizeipatroullie versuchte einen Lenker der mit auffälligem Fahrstil unterwegs war, mittels Leuchtmatrix «Bitte folgen» von der Autobahn zu leiten. Doch der Mann, der von St.Gallen Richtung St.Margrethen unterwegs war, ignorierte sowohl beim Rastplatz Sulzberg als auch bei der Ausfahrt Rheineck diese Weisung. Erst beim dritten Versuch konnte der Autofahrer zum Folgen und Anhalten bewegt werden. «Dass jemand die Anweisungen der Leuchtmatrix der Polizei nicht befolgt, braucht schon einiges», sagt Schneider. Der 38-jährige Mann wurde als fahrunfähig eingestuft.

Geradezu harmlos erscheint der letzte Fall: In Lüchingen wurde in der Nacht kurz nach 2 Uhr ein 17-Jähriger auf dem Roller angehalten. Er hatte zwar einen Lernfahrausweis, aber sein Mitfahrer hatte keinen Fahrausweis. Bei beiden fand die Polizei kleine Mengen Marihuana. Auch dieser Fahrer wurde als fahrunfähig einbgestuft.

(agm)


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