So funktioniert Dating auf Facebook

Wenn es in der Beziehung nicht mehr läuft, können sich beide Partner auf Facebook jemand Neues suchen.
Wenn es in der Beziehung nicht mehr läuft, können sich beide Partner auf Facebook jemand Neues suchen. © iStock
Facebook-CEO Mark Zuckerberg hat am Dienstag angekündigt, dass er seine Seite mit einer Dating-Funktion ausstatten möchte. Wir erklären dir, wie du auf Facebook einen Partner findest.

«Es gibt 200 Millionen Menschen auf Facebook, die sich als Single eingetragen haben», sagt Zuckerberg bei einer Konferenz. «Also ist uns klar geworden, dass wir in dem Bereich etwas tun können.» Auf Facebook sollen lange, bedeutsame Beziehungen beginnen – «nur ums Abschleppen» gehe es nicht.

Die neue Funktion, die man laut Zuckerberg wahlweise ein- und ausschalten kann, soll Menschen zusammenführen, die auf Facebook noch nicht miteinander verbunden sind. Übrigens können deine «normalen» Freunde dein Dating-Profil nicht sehen.

Mit Singles an derselben Party

Wenn du dich für eine Veranstaltung in deiner Nähe oder eine Gruppe interessiert, sehen das deine potenziellen Partnerinnen und Partner. Umgekehrt erfährst auch du, wenn andere Singles die gleiche Party wie du besuchen. «Wir haben berücksichtigt, wie die Leute wirklich daten, nämlich an Events und über gemeinsame Interessen», sagt Chris Cox, der die Dating-Funktion mitentwickelt hat.

Ähnlich wie bei einem Match auf Tinder ist es dir anschliessend möglich, mit deinem Auserwählten eine private Konversation zu starten. Zuckerberg versichert, diese Chats von den übrigen Nachrichten in der Messaging-App und Whatsapp zu trennen.

Konkurrenz für Tinder und Co.

Ob Singles der neuen Partnervermittlung nach Facebooks Datenaffäre trauen werden, ist fraglich. Den Online-Dating-Markt dürfte die Neuheit aber aufwirbeln: Der Aktienkurs von match.com, die Muttergesellschaft von Tinder, hat nach Zuckerbergs Vortrag innerhalb weniger Minuten zehn Prozent seines Werts verloren.

Die Dating-Funktion soll in diesem Jahr eingeführt werden. Lanciert wird ebenfalls «Clear History» – damit sollen Facebook-Nutzer ihren Verlauf, darunter besuchte Webseiten oder angeklickte Links, löschen können.

(lag)


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