So will der FC St.Gallen YB schlagen

Beim letzten Spiel gegen die Berner kam Alessandro Kräuchi zum Startelf-Debut.
Beim letzten Spiel gegen die Berner kam Alessandro Kräuchi zum Startelf-Debut. © KEYSTONE/Patrick Hürlimann
Am Sonntag steht in St.Gallen ein Spitzenkampf auf dem Programm: Der viertklassierte FC St.Gallen will gegen den Tabellenersten Young Boys punkten. Doch der letzte Sieg ist schon lange her.

Über drei Jahre ist es her, seit die Fans des FC St.Gallens zum letzten Mal einen Sieg über die Berner Young Boys bejubeln durfte. Geht es nach FCSG-Coach Peter Zeidler, soll es am Sonntag wieder so weit sein: «Ich denke, wir können auf Augenhöhe spielen, obwohl YB ganz klar die beste Mannschaft in der Schweiz ist.»

Das erste Spiel gegen die Berner Ende September ging verloren, bereits nach vier Minuten lag der FC St.Gallen im Rückstand. «Ich glaube, dass wir uns entwickelt haben, gerade in den Momenten, wo der Gegner den Ball hat», sagt Zeidler. Die Mannschaft könne die Spannung länger halten als beim Spiel in Bern.

YB mit Champions League in den Knochen

Im Gegensatz zum FC St.Gallen spielte YB auch unter der Woche: In der Champions League unterlagen sie Valencia auswärts mit 1:3. Zeidler glaubt aber nicht, dass dies ein Einfluss auf das Spiel vom Sonntag hat: «YB hat aber viele tolle Spieler, die alle voll erholt sein werden.» Doch natürlich hat auch der St.Gallen-Trainer das Spiel vor dem Fernseher verfolgt. «Die Qualität der einzelnen YB-Spieler ist sehr hoch. Dazu sind sie eine sehr eingespielte Mannschaft.»

Welches Spieler am Sonntag auflaufen werden, will Zeidler natürlich noch nicht verraten. Klar ist einzig: Zeidler hat viele Möglichkeiten, besonders in der Verteidigung. Nachdem beim letzten Spiel gegen Sion Alain Wiss neben Captain Silvan Hefti auflief, war es im Spiel davor Leonel Mosevich. Dazu ist Routinier Milan Vilotic wieder genesen und auch Nicolas Lüchinger soll ins Kader zurückkehren.

Weniger Rotation am Sonntag

Beim letzten Spiel gegen den FC Sion rotierte Zeidler und brachte sechs neue Spieler in die Startelf. Dies sei vor allem so gewesen, weil mit dem Cupspiel die Belastung hoch gewesen sei. «Jetzt sind wieder alle Spieler gleich frisch», sagt Zeidler. Mit dem Sieg vor Wochenfrist ist der Trainer zufrieden: «Ohne unser Spiel in den Himmel loben zu wollen, fand ich das Sion-Spiel ein Fortschritt zu dem, was wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben.» Besonders die Mentalität und die Körpersprache lobte der Trainer.

Einsatz von Tafer fraglich

Ein wichtiger Faktor sei bei einem Heimspiel auch das Publikum. Bis zum Freitagmittag wurden 12’200 Tickets verkauft – bereits jetzt fast doppelt so viel, wie beim letzten Heimspiel, dem Cupspiel gegen Sion. Dort fanden nur 6387 Zuschauer den Weg in den Kybunpark.

Einer, der beim letzten Sieg gegen YB dabei war, steht noch immer im Kader des FC St.Gallen: Yannis Tafer schoss beim 3:1 vor drei Jahren sogar ein Tor. Für das Spiel am Sonntag ist ein Einsatz jedoch wegen eines Schlages auf den Fuss fraglich.

Das Heimspiel gegen YB geht am Sonntag um 16 Uhr im Kybunpark los – dank des Livetickers auf FM1Today und der Liveschaltungen bei Radio FM1 fühlst du dich zu Hause fast wie im Stadion.

(red.)


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