4:0

Der FCSG trocknet den FC Thun ab

Fabienne Engbers, 28. September 2019, 22:07 Uhr
FCSG_FC Thun (11)
So sehen Sieger aus: Der FC St.Gallen gewinnt 4:0 gegen den FC Thun.
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Es ist ein Schaulaufen für den FC St.Gallen mit einem traumhaften Abschluss von Quintilla. 4 zu 0 gewinnen die Espen Zuhause gegen den FC Thun, der FC Basel kann nächste Woche kommen. Nicht so euphorisch wie die Mannschaft sind die Fans, die nach dem Pyro-Debakel eine Stellungnahme abgaben.

Der FC St.Gallen lässt dem FC Thun wenig Platz und bestimmt das Spiel über 90 Minuten. Verdient gehen die St.Galler mit 4:0 vom Platz. Zu Reden gibt allerdings auch das Geschehen neben dem Platz.

Turbulenzen auf der Tribüne

«Beim Aufwärmen wurden wir wahnsinnig angefeuert, während des Spiels war es dann ruhig. Man merkt, dass da Unruhen da sind, die geklärt werden müssen», sagt FCSG-Spieler Lukas Görtler nach dem Schlusspfiff.

Die Fangruppierung «Saint Brothers» hat vergangenes Wochenende Pyrotechnik in der Fankurve gezündet, zur Feier ihres Jubiläums, wie sie sagt. «Selbstkritisch müssen wir sagen, dass vergangenen Samstag übers Ziel, respektive das richtige Mass, hinausgeschossen wurde», schreibt die Fangruppierung auf einem Laufblatt, das nach dem Spiel gegen Thun verteilt wurde.

«Zeig, dass du au grüen-wiis bisch, Matthias»

Für das heutige Spiel wurde aufgrund des Pyro-Einsatzes letztes Wochenende von der Stadtpolizei ein Fahnen-, Doppelhalter- und Choreoverbot erlassen. Die Kurve weitete dieses Verbot aus und feuerte ihren Verein in den ersten rund 60 Minuten auch nicht mit den gewohnten Fangesängen an. Erst gegen Ende des Spiels setzten die lauten Fanchöre wie gewohnt ein.

«Ich hoffe, dass nächste Woche die Stimmung wie gewohnt wieder da ist», sagt Lukas Görtler. Dies wollen auch die Fans, allerdings fordern sie dafür von FCSG-Präsident Matthias Hüppi und dem Verein mehr Rückgrat. «Wir sind nach wie vor dialogbereit und fordern: ‹Zeig mol, dass au du Grüä-Wiis bisch, Matthias!›»

«Weiss nicht, was ich sagen soll»

Die Spieler haben sich vom Geschehen neben dem Spielfeld aber nicht vom Plan «Zeidler» abbringen lassen. Auch die Erfolge aus den letzten Partien sind den Spielern nicht zu Kopf gestiegen. «Als erfahrener Spieler hat man immer ein bisschen Bedenken, wie die jüngeren Mitspieler den Erfolg aus den vergangenen Spielen mitnehmen», sagt Lukas Görtler nach dem Spiel. Als erfahrener Spieler ist er aber sehr zufrieden mit dem Rest des Teams. «Wir hatten in keiner Sekunde Zweifel an unserem Plan.»

Auch Captain Silvan Hefti ist nach dem Spiel mehr als nur zufrieden. «Wir freuen uns extrem über den 4:0-Sieg, ich weiss fast nicht, was ich sagen soll.» Dies sagt er auch im Wissen, dass er in den vergangenen Jahren oftmals nach einer Niederlage Rede und Antwort stehen musste. «Wir haben uns das erarbeitet, sind nach Niederlagen dagestanden. Jetzt haben wir erfolgreiche Spiele hinter uns und es tut gut, jetzt hier zu sein.»

«Basel wünscht sich vermutlich einen anderen Gegner»

Mit dem Sieg gegen Thun spielt der FC St.Gallen seit Langem wieder einmal zu Null und gewinnt zum vierten Mal in Serie. Nun scheinen die Espen bereit für das Spitzenspiel gegen den FC Basel am kommenden Sonntag. «Ich glaube, Basel würde sich jetzt auch lieber einen anderen Gegner wünschen», sagt Lukas Görtler.

Captain Silvan Hefti holt seine Mannschaft allerdings wieder auf den Boden zurück.  «Es ist wichtig, jetzt auf dem Boden zu bleiben. Wir schauen Spiel für Spiel. Wir mögen Basel und freuen uns auf den Sonntag.»

Auch die Super-League-Tabelle kann sich aus St.Galler Sicht sehen lassen: Der FCSG liegt momentan auf Rang 3. Der Liveticker zum Nachlesen:

 

 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. September 2019 18:52
aktualisiert: 28. September 2019 22:07