1:0 - endlich wieder einmal ein Sieg!

Stephanie Martina, 7. Mai 2017, 17:03 Uhr
Am heutigen Sonntag stand der neue Trainer Giorgio Contini erstmals an der FCSG-Linie. Das spürte die Mannschaft offenbar: Den Espen ist auswärts gegen den FC Lausanne nach sieben sieglosen Partien ein wichtiges 1:0 gelungen.

Nach fünf Niederlagen in Folge und sieben Spielen ohne Sieg war das St.Galler Umfeld zunehmend nervös geworden. Die Krise gipfelte in der Entlassung von Trainer Joe Zinnbauer am Donnerstag – und prompt scheint das Glück die Seiten gewechselt zu haben. Einen Steilpass erhielten die St.Galler schon am Samstag mit der Niederlage des Tabellenletzten Vaduz gegen die Grasshoppers (2:4).

Sieg schafft erleichternde Reserve

Sie selber verwerteten die Vorlage aus Liechtenstein 18 Stunden später mit dem Auswärtssieg in Lausanne. Nun haben die Ostschweizer eine Reserve von acht Punkten auf das Tabellenende, und im Heimspiel gegen Vaduz könnte diese am kommenden Samstag sämtliche Abstiegssorgen hinter sich lassen.

Giorgio Contini sprach hinterher davon, dass sein Team «die wenigen Inputs, die in drei Tagen möglich sind, gut verarbeitet hat». Es war nun aber nicht so, dass sich die St.Galler unheimlich gesteigert hätten im Vergleich zu den letzten Spielen unter Zinnbauer. Bis zum entscheidenden 1:0 in der 67. Minute erspielten sie sich keine einzige Torszene.

«Sieg war hart erarbeitet»

«Das Glück war heute auf unserer Seite. Der Sieg war hart erarbeitet und erkämpft», so Contini. So schwer sich die St.Galler im Spiel taten, so schön war ihr Treffer. Nach einer Flanke von Marco Aratore drehte sich Topskorer Albian Ajeti gekonnt um einen Gegenspieler und bezwang Lausannes Keeper Thomas Castella in der nahen hohen Ecke. Es war das zehnte Saisontor des St.Galler Stürmers.

Lausanne in Abwärtsspirale

Während sich die St.Galler im Abstiegskampf Luft verschafften, steckt Lausanne-Sport weiterhin tief in der heiklen Zone. Es kann auch nicht anders sein, wenn man innerhalb von einer Woche die Heimspiele gegen Vaduz und St.Gallen verliert, die Nummern 10 und 8 der Liga, und seit nun elf Spielen auf einen Erfolg im eigenen Stadion wartet.

In der aktuellen Situation nützt den Waadtländern auch wenig, dass sie im Prinzip das bessere Team waren und sich ein klares Chancenplus erspielten. Die Steigerung im Vergleich zum kläglichen Auftritt gegen Vaduz war da, für Punkte reichte es gleichwohl nicht. Einmal stand zum Beispiel der Pfosten den Westschweizern vor dem Glück (Lotomba/18.), einmal verweigerte Schiedsrichter Sascha Amhof einem Treffer wahrscheinlich zu Unrecht die Anerkennung (75.).

(SDA)

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Stephanie Martina
veröffentlicht: 7. Mai 2017 13:32
aktualisiert: 7. Mai 2017 17:03