Neue Einschränkungen

5 Fragen: Das müssen wir jetzt beim Sporttreiben beachten

29. Oktober 2020, 14:46 Uhr
Freiwillig wollte fast kein Center eine Maskenpflicht einführen, jetzt ist sie obligatorisch.
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Gross in den Ausgang gehen liegt über den Winter nach den neuen Regeln des Bundesrats nicht drin. Eigentlich eine gute Gelegenheit, um richtig fit zu werden – aber auch im Sportbereich gibt es zum Teil massive Einschränkungen.

Der Sport wird von den neuen Regeln des Bundesrats, welche ab heute gelten, relativ stark eingeschränkt. Maske tragen beim Umziehen reicht nicht mehr aus – gewisse Sportarten fallen ganz weg, andere dürfen nur noch mit Auflagen ausgeführt werden.

Kann ich noch ins Fitnesscenter?

Gute Nachricht: Ja! Aber es gelten viele neue Beschränkungen für die Fitnesscenter, die bis jetzt gut weggekommen sind. Ein wenig desinfizieren hier, ein bisschen Händewaschen da, sonst herrschte fast Normalbetrieb. Das ist nun vorbei.

Grundsätzlich gelten Fitnesszentren als öffentliche Einrichtungen. Es gilt somit eine Obergrenze von 50 Personen. Es kommt aber auch auf die Platzverhältnisse und die Intensität des Trainings an. Je nach Raumgrösse reduziert sich die Anzahl der möglichen Gäste.

Wichtig ist auch: Es gilt eine Maskenpflicht in Innenräumen. Beim Training muss die Maske gemäss Roland Steiner, Präsident des Schweizerischen Fitness- und Gesundheitscenterverbandes, jedoch nicht unbedingt getragen werden, sofern der nötige Abstand eingehalten werden kann und die Lüftung gewährleistet ist.

Gruppentrainings sind auf 15 Personen beschränkt. Auch hier muss der Abstand eingehalten werden.

Einige Fitnesscenter empfehlen bereits, die Stosszeiten zu umgehen und schalten die Auslastung ihrer Zentren via App auf.

Wird die Fussballsaison abgebrochen?

Die meisten Hobbysportverbände hatten den Betrieb schon vor den neuesten Anpassungen des Bundesrats eingestellt, nun muss auch König Fussball nachziehen. Kontaktsportarten sind ab sofort verboten. Darunter fallen natürlich auch Hockey, Handball, Kampfsportarten und dergleichen.

Abgebrochen wird die Saison trotz allem nicht. Beim Amateurfussball soll es im Frühling möglichst weitergehen. So betrachtet der Schweizer Fussballverband SFV den Entscheid nicht als Ab-, sondern nur als Unterbruch der Saison:

Der Ostschweizer Fussballverband hat sich nur Handhabung noch nicht geäussert.

Wie siehts bei den Profis aus? 

Nun, die sind bis auf weiteres wieder unter sich.

Vor 9244 maskierten Zuschauern spielte der FC St.Gallen am 4. Oktober im Kybunpark. Es sollte im besten Fall das Ende der Geisterspiele sein.

Doch dieses Spiel bleibt für den FC St.Gallen bis auf weiteres das einzige vor nennenswertem Heimpublikum, ein ausserordentliches Ereignis in einer ausserordentlichen Lage. Ab sofort sind Grossveranstaltungen wieder verboten. Zuschauer sind bei den Profis wieder tabu – doch immerhin wird der Spielbetrieb am Laufen gehalten.

FCSG-Präsident Matthias Hüppi zeigt sich in einem Statement kämpferisch. Der FC St.Gallen wolle auch diese Prüfung meistern.

Ganz umsonst dürfte die wochenlange Planung und Ausarbeitung der Schutzkonzepte nicht gewesen sein. Bei vorsichtigen Lockerungen im Frühjahr könnten diese umgesetzt werden.

Dürfen Kinder nicht mehr in den Verein?

Hier gibt es gute Nachrichten: Der günstigste Kindersitter überhaupt bleibt erhalten.

Wie von vielen Seiten gewünscht, beschliesst der Bundesrat eine Ausnahme für den Vereinssport bei Kindern. Bis zum Alter von 16 Jahren dürfen Kinder und Jugendliche fast ohne Einschränkungen trainieren.

Auch Kontaktsportarten wie Fussball sind erlaubt, selbst wenn mehr als 15 Personen zusammenkommen.

Welche Sportarten sind nur wenig eingeschränkt?

Ebenfalls möglich sind Sportarten ohne direkten Körperkontakt, und wo weniger als 15 Personen zusammenkommen. Zum Beispiel Squash.

Ganz ohne Maske funktionieren Sportarten wie Badminton oder Tennis – da man sich dabei kaum einmal nahekommt. Auch auf das Joggen im Freien oder Velofahren muss natürlich nicht verzichtet werden.

Auch die Aussichten auf den nahenden Winter sind nicht schlecht. Wenn die Zahlen mehr oder weniger unter Kontrolle gehalten werden können, steht der Öffnung von Skigebieten nichts im Weg.

(thc)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. Oktober 2020 12:19
aktualisiert: 29. Oktober 2020 14:46