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Auch Nati ist hinter Ajeti her

Sandro Zulian, 17. Mai 2017, 15:45 Uhr
Albian Ajeti, der gerade mal 20-jährige Stürmer des FC St.Gallen, ist in aller Munde. Offenbar ist der FC Basel am jungen Spieler interessiert. Und als wäre das nicht schon genug: Auch ein Schweizer-Nati-Aufgebot soll diese Woche in seinen Briefkasten flattern.
Alle sind hinter Albian Ajeti her.
© KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

«Jetzt auch noch Nati-Aufgebot für Albian Ajeti!» titelt der «Blick» in dicken, fetten Lettern. Das Boulevard-Portal will in Erfahrung gebracht haben, dass der 20-jährige Kleinbasler Ajeti auf der Liste von Nati-Coach Vladimir Petkovic steht. Allerdings wohl nicht nur wegen seinen guten Leistungen bei den Espen, sondern weil Petkovic in den nächsten Wochen auf eine Vielzahl von Stürmern verzichten muss.

Es fehlen sechs Stürmer

Für das Test-Länderspiel vom 1. Juni in Neuenburg, sowie für das WM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer-Inseln ist Nati-Coach Vladimir Petkovic in der Offensive denkbar dünn aufgestellt: Es fehlen:

Haris Seferovic: Der Frankfurt-Söldner wird beim ersten Zusammenzug passen müssen, da er vier Tage zuvor gegen Borussia Dortmund um den deutschen Fussballpokal spielt. Weiter an den Hut stecken kann sich Petkovic Breel Embolo, der bei Schalke spielt. Er ist weiterhin verletzt und wird erst in der nächsten Saison wieder stürmen können. Auch vergessen kann der Nati-Trainer den Gladbach-Angreifer Josip Drmic. Nach einer erneuten Knie-Verletzung  soll ihm sogar das Karriere-Aus drohen. Erden Derdiyok? Fehlanzeige. Der Galatasaray-Spieler bestreitet in der Türkei noch die letzten Runden in der Meisterschaft. Selbiges gilt für Mario Gavranovic, der mit HNK Rijeka um den Meistertitel spielt. Und wie sieht es bei Eintracht-Stürmer Shani Tarashaj aus? Pustekuchen. Auch er ist wegen einer Knieverletzung momentan nicht einsatzbereit. Es bleibt Admir Mehmedi.

Nati UND Basel?

Stimmt die Information, so kann sich Albian Ajeti durchaus glücklich schätzen. Kurz bevor sein Name im Zusammenhang mit der Schweizer Nati genannt wurde, tauchte auf dem gleichen Portal bereits eine Schlagzeile auf, wonach Meister Basel an Ajeti interessiert sei. Diese Information wurde später von Daniel Last, dem Mediensprecher des FC St.Gallen bestätigt.

Noch ist nichts spruchreif

Was war das für ein Tag, als Ende März bekannt wurde, dass der FC St.Gallen Albian Ajeti definitiv vom FC Augsburg übernehmen kann. Vor Kurzem unterschrieb der talentierte Stürmer einen Vertrag bis 2021. Jetzt, nur knapp zwei Monate später, ist die St.Galler Fussballwelt einmal mehr auf den Kopf gestellt. Zu den Gerüchten, die momentan in den Medien kursieren, sagt Daniel Last, dass bisher noch nicht über konkrete Zahlen gesprochen wurde. Aber: «Der FCSG hat Albian Ajeti nicht verpflichtet, um ihn sofort wieder ziehen zu lassen, sondern weil er ein wichtiger Teil unserer Zukunftsplanungen ist. Die Bedingungen müssten schon entsprechend sein.»

Sandro Zulian
Quelle: saz
veröffentlicht: 17. Mai 2017 15:28
aktualisiert: 17. Mai 2017 15:45