Basels Intermezzo auf dem Weg nach Linz

10. August 2019, 07:06 Uhr
Servettes Offensivspieler Sébastien Wüthrich ist in bester Form
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Beim FC Basel blickt man auf das Super-League-Spiel vom Samstag gegen Servette, aber auch auf das europäische Rückspiel bei LASK Linz. Servette könnte der Gegner sein, dank dem Basel den Match vom Dienstag simulieren kann.

Das Heimspiel vom Samstag gegen Servette ist für den FC Basel ein wohl nicht sehr willkommenes Intermezzo. Es unterbricht die Mission Champions League. Bis zum Dienstag hat Trainer Marcel Koller Zeit, eine Taktik auszutüfteln, dank der er und seiner Leute der unbequemen Mannschaft des LASK Linz Herr werden.

In den ersten drei Runden der Super League haben die Basler acht Tore erzielt - mehr als jede andere Mannschaft und doppelt so viele wie die Young Boys. Aber innerhalb weniger Stunden sind Koller die besten zwei Torschützen weggebrochen: Albian Ajeti und Ricky van Wolfswinkel, die in der letzten Meisterschaft zusammen 27 der 71 Basler Tore erzielt hatten. Ajeti spielt jetzt in London für West Ham, Van Wolfswinkel erlitt im Match gegen Linz eine schwere Hirnerschütterung, die ihn «für unbestimmte Zeit», wie der Klub meldet, ausser Gefecht setzt.

Der Wegfall der Goalgetter bedeutet eine Chance für die Sekundanten Kemal Ademi und und Afimico Pululu, die beide in der Rückrunde der letzten Saison noch in Neuenburg spielten respektive dorthin ausgeliehen waren. Hält Koller an dem für Basel schon traditionellen 4-2-3-1 fest, wird nur einer von beiden von Anfang an als Stürmer zum Zug kommen. In der Partie gegen Linz waren die Stürmer - zuerst Pululu, später Ademi - 90 Minuten lang so gut wie isoliert, weil die Mannschaft keine auch nur halbwegs guten Angriffe aufbauen konnte.

Für das Heimspiel gegen den starken Neuling Servette droht Ähnliches. Trainer Alain Geiger, seit gut einem Jahr im Amt, schickt ein auf Defensive ausgerichtetes, wohlorganisiertes und gut gemischtes Team aufs Feld, das jenem des LASK Linz ziemlich ähnlich ist. Servettes Abwehr wurde in drei Spielen erst einmal - von YBs Nicolas Moumi Ngamaleu - bezwungen. Marcel Koller wird aus den Servettiens wohl keinen Sparringpartner machen können, vielleicht aber den Match vom nächsten Dienstag in Österreich simulieren.

Die Super-League-Spiele vom Samstag im Überblick:

St. Gallen - Young Boys (Duelle der Saison 2018/19: 0:2, 2:3, 2:3, 4:1). - Samstag, 19.00 Uhr. - SR Schnyder. - Absenzen: Nuhu, Lüchinger (beide verletzt), Wiss und Vilotic (beide rekonvaleszent); Petignat (gesperrt), Hoarau, Sulejmani, Fassnacht, Lauper und Camara (alle verletzt). - Fraglich: - ; Fassnacht. - Statistik: Bei St. Gallen sind verschiedene Nullen in der Tabelle schon nach drei Runden verschwunden. Niederlage, Sieg, Unentschieden - so lautet die Zwischenbilanz der Mannschaft von Trainer Peter Zeidler. Vielleicht nicht unwichtig für die Moral: Ende Mai, als man in Bern aus dem Feiern nicht herauskam, beendeten die Ostschweizer mit einem 4:1-Heimsieg eine lange Serie der Erfolglosigkeit gegen die Young Boys. Aus den vorangegangenen 16 Duellen in der Meisterschaft hatten sie nur vier Punkte aus vier Unentschieden geholt.

Basel - Servette (-). - Samstag, 19.00 Uhr. - SR Dudic. - Absenzen: Van Wolfswinkel und Kuzmanovic (beide verletzt); Maccoppi, Iapichino, Ondoua, Lang, Busset, Mfuyi und Kiassumbua (alle verletzt). - Statistik: Servette ist einer der seltenen Aufsteiger, der an einem Spitzenkampf (Zweiter gegen Dritter) teilnimmt und dies in dieser Saison vielleicht noch viele weitere Male tun wird. Dem FCB ist der Saisonstart trotz der Heimniederlage gegen St. Gallen besser gelungen als vor einem Jahr. Trainer Marcel Koller wird zwischen den zwei Champions-League-Qualifikationsspielen gegen den Linzer ASK eine Balance für die Aufstellung für den Match gegen Servette finden. Nicht zu viel Substanz verlieren und trotzdem drei Punkte holen, so lautet die Vorgabe.

Rangliste: 1. Young Boys 3/7 (4:1). 2. Basel 3/6 (8:5). 3. Servette 3/5 (2:1). 4. Lugano 3/4 (4:2). 5. Luzern 3/4 (2:1). 6. Sion 3/4 (4:5). 7. St. Gallen 3/4 (3:4). 8. Thun 3/2 (4:5). 9. Neuchâtel Xamax FCS 3/2 (3:4). 10. Zürich 3/1 (1:7).

Quelle: SDA
veröffentlicht: 10. August 2019 04:00
aktualisiert: 10. August 2019 07:06