Statistik

Beim Fitness sparen, führt zu mehr Unfällen

Lisa Pillinger, 8. Oktober 2019, 16:47 Uhr
Fitness-Opfer
Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer verletzten sich beim Fitnesstraining.
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Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer verletzten sich beim Fitnesstraining. Das zeigt eine Unfallstatistik der Suva. Ein Grund dafür sind auch die Sparmassnahmen bei billigeren Sportcentern, die beim Personal geizen.

Seit Jahren kann man in der Schweiz von einem regelrechten Fitness-Boom sprechen. Es gibt 1169 Fitnessanlagen und rund 900'000 Kunden. In der Schweiz gibt es immer mehr Fitnessstudios, die Anzahl der Anbieter ist in den letzten drei Jahren um 30 Prozent gestiegen. Laut einer Auswertung der Suva hat sich aber auch die Zahl der Unfälle innert zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Trainingserfolg innert kürzester Zeit

Am häufigsten kommt es zu Sprunggelenkverletzungen, danach folgt das Schultergelenk. Hansjürg Thüler von der Beratungsstelle für Unfallverhütung: «Einige Fitnessstudios verbreiten gerne das Bild, dass Trainingserfolg innert kürzester Zeit möglich sei», sagt er gegenüber «20 Minuten». Das kann Fitnessbegeisterte zu übertriebenem Ehrgeiz beim Training verleiten. Die meisten muten sich zu viel Gewicht zu, ignorieren gerne die Instruktionen oder verbringen zu viel Zeit im Fitnessstudio.

Fussballer verletzen sich am meisten

Trotzdem bleiben Sportarten wie Fussball, Skifahren und Jogging auf den Spitzenrängen bei den Verletzungsgefahren. Jährlich verletzen sich 45'000 Menschen auf Schweizer Fussballplätzen. Auf Platz 2 der meisten Verletzungen sind die Skifahrer (25'628). Die Kategorie Jogging landet mit 11'624 Unfällen auf Platz 3.

Lisa Pillinger
Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. Oktober 2019 16:52
aktualisiert: 8. Oktober 2019 16:47