Betschart/Hüberli in Gstaad im Viertelfinal

12. Juli 2019, 18:50 Uhr
Tänzerinnen unterhalten am Major-Turnier der Beachvolleyballer in Gstaad die Zuschauer auf den Tribünen
Tänzerinnen unterhalten am Major-Turnier der Beachvolleyballer in Gstaad die Zuschauer auf den Tribünen
© KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Das Hoch von Nina Betschart und Tanja Hüberli hält an. Die Schweizer Beachvolleyballerinnen überzeugen wie bereits an der WM letzte Woche auch in Gstaad und stehen am Heimturnier in den Viertelfinals. Sie wussten vor dem Turnier nicht so recht, wie sie die Aufregung nach ihrem 4.

WM-Rang in Hamburg verkraften würden. Doch der Effort der Vorwoche scheint Betschart/Hüberli gar zusätzliche Kräfte zu verleihen. Jedenfalls überzeugen sie auch im Berner Oberland ohne Abstriche.

Mit einem 21:15, 13:21, 17:15 gegen die als Nummer 10 gesetzten Brasilianerinnen Barbara/Fernanda qualifizierten sich Betschart und Hüberli zum ersten Mal in ihrer Karriere in Gstaad für die Runde der letzten 8. Gegen Barbara/Fernanda hatten die Zentralschweizerinnen bereits an der WM in den Viertelfinals in drei Sätzen gewonnen.

In den Viertelfinals treffen Betschart/Hüberli, die im Berner Oberland als letztes Team die Schweizer Farben vertreten, auf Andrea Strbova/Natalia Dubovcova. Gegen die Slowakinnen spielten sie an der WM ebenfalls - und siegten in den Sechzehntelfinals ebenfalls in drei Sätzen.

Die anderen beiden Schweizer Duos schieden am Freitag aus. Mirco Gerson und Adrian Heidrich unterlagen im Achtelfinal den Brasilianern Saymon/Guto äusserst knapp in drei Sätzen (21:19, 15:21, 13:15). Nach der Niederlage sahen sich die beiden Schweizer unweigerlich ans letzte Jahr erinnert. Bereits 2018 gewannen sie in Gstaad ihre Gruppe und verloren sie danach den Achtelfinal.

Der grosse Unterschied: Damals waren sie gegen die Amerikaner Phil Dalhausser/Nicholas Lucena beim 14:21, 13:21 chancenlos geblieben. Dieses Mal fehlten nur zwei Punkte zum ersten Viertelfinal-Einzug auf höchster Stufe. Entsprechend überwog zumindest im ersten Moment die Enttäuschung und der Ärger. Grundsätzlich ist ein 9. Rang für das beste Schweizer Männer-Team, das erst in seiner zweiten gemeinsamen Saison steht, aber noch immer eine gute Klassierung.

Zuvor war Adrian Heidrichs Schwester Joana zusammen mit Anouk Vergé-Dépré in den Sechzehntelfinals an Barbara/Fernanda gescheitert. Heidrich/Vergé-Dépré führten im ersten Satz 19:18 und mussten sich danach noch 19:21 geschlagen geben. Im zweiten Durchgang verloren die Zürcherin und ihre Berner Partnerin komplett den Faden (9:21). Bereits am Vortag gegen die Tschechinnen Hermannova/Slukova waren Heidrich/Vergé-Dépré nach einem guten Beginn eingebrochen.

Der Sechzehntelfinal war sinnbildlich für die bisher durchzogene Saison von Heidrich/Vergé-Dépré. Die Schweizerinnen kämpfen nach der langen Verletzungspause von Heidrich um den Anschluss an die Weltspitze. Nach zuletzt drei Achtelfinal-Vorstössen erlitten sie ausgerechnet am Heimturnier einen zumindest resultatmässigen Rückschlag.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 12. Juli 2019 12:17
aktualisiert: 12. Juli 2019 18:50