WM Yorkshire

Bissegger gewinnt Silber in einem turbulenten U23-Strassenrennen

27. September 2019, 22:12 Uhr
Stefan Bissegger gewinnt an der WM in England Bronze im Strassenrennen der U23-Kategorie
Stefan Bissegger gewinnt an der WM in England Bronze im Strassenrennen der U23-Kategorie
© KEYSTONE/EPA/NIGEL RODDIS
Stefan Bissegger sorgt an den Strassen-Weltmeisterschaften in der englischen Region Yorkshire für den ersten Schweizer Medaillengewinn. Der 21-jährige Thurgauer gewinnt im U23-Strassenrennen Silber.

Bissegger überquerte im Sprint einer siebenköpfigen Spitzengruppe die Ziellinie in Harrogate als Dritter. Weil einige Minuten nach Rennschluss der ursprüngliche Sprintsieger Nils Eekhoff von der Jury disqualifiziert wurde, rückte der Schweizer auf Platz 2 nach. Gold erbte der Italiener Samuele Battistella, der als U23-Weltmeister die Nachfolge des Berners Marc Hirschi antritt. Bronze im bereinigten Klassement ging an den Briten Thoams Pidcock.

Das U23-Rennen lieferte einen Vorgeschmack auf das Elite-Strassenrennen am Sonntag. Die nasskalten Bedingungen mit Regen und Wind forderten auf den 173 km von Doncaster nach Harrogate einige Sturzopfer. Unter ihnen befand sich mit Joel Suter auch ein Schweizer und mit Nils Eekhoff der vermeintliche U23-Weltmeister. TV-Bilder entlarvten den Niederländer jedoch, wie er sich auf dem Weg zurück ins Feld verbotenerweise von einem Teamfahrzeug mitziehen liess. Statt der Goldmedaille gab es für Eekhoff nach dem Siegerinterview lediglich Tränen der Enttäuschung.

Bisseggers Unachtsamkeit blieb folgenlos

Auch Bissegger hatte auf dem Weg zu WM-Silber einen Schreckmoment zu überstehen. Der Ostschweizer befand sich 5 km vor dem Ziel in einer vierköpfigen Ausreissergruppe, als er nach hinten zu den aufrückenden Verfolgern blickte und dabei das Hinterrad des vor ihm fahrenden Briten touchierte. Nur mit viel Glück konnte sich Bissegger auf dem Rad und damit in der Entscheidung um die Medaillen halten. In einem taktischen Schlussspurt sicherte er der Schweiz erst die dritte U23-WM-Medaille nach Gold von Hirschi (2018) und Bronze von David Loosli (2002).

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. September 2019 21:50
aktualisiert: 27. September 2019 22:12