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Contini ist nicht mehr Trainer von Vaduz

Dumeni Casaulta, 7. März 2017, 19:38 Uhr
Der FC Vaduz und Giorgio Contini gehen getrennte Wege. Der Vertrag wird in gegenseitigem Einvernehmen per sofort aufgelöst.

«Die Vereinsleitung des FC Vaduz und Cheftrainer Giorgio Contini sind nach intensiven und freundschaftlichen Gesprächen zum Schluss gekommen, die gemeinsame Zusammenarbeit im gegenseitigen Einvernehmen per sofort zu beenden. Assistenztrainer Daniel Hasler übernimmt kurzfristig die Leitung des Teams», schreibt der FC Vaduz in einer Mitteilung.

Es sei nichts spezielles vorgefallen. «Spätestens nach der Leistung vom Sonntag sollte klar sein, dass niemand böse sein kann auf die Leistung vom Trainer», sagt Gerardo Cosentino, Medienverantwortlicher und Team-Manager des FC Vaduz. Man sehe auch bei der Mannschaft, dass sie gewillt ist, in der Super League zu bleiben.

Man hätte jedoch Gespräche über die Zukunft des FC Vaduz geführt und sei dabei zu einer Lösung gekommen, die für alle stimmt. «Wir haben bei den Gesprächen gemerkt, dass wir alle in eine Richtung gehen, da brauchte es nur noch das Okey von allen.»

Aufstieg und Ligaerhalt

Giorgio Contini hatte die 1. Mannschaft des FC Vaduz im Winter 2012 übernommen und diese nach 1,5 Jahren in der Challenge League in die höchste Schweizer Liga geführt. Mit dem zweimaligen Ligaerhalt und der damit verbundenen Zugehörigkeit zu den zehn besten Vereinen der Schweiz sei der Mannschaft unter Giorgio Contini gleichzeitig der grösste Erfolg der Vereinsgeschichte gelungen. Daneben konnte sich die Mannschaft während seinem Engagement jeweils den Liechtensteiner Cupsieg sichern und die Farben des FC Vaduz europäisch positiv vertreten.

«Der gesamte Verein möchte sich an dieser Stelle herzlich bei Giorgio für seine geleisteten Dienste und für seinen Einsatz für den FC Vaduz bedanken und wünscht ihm sportliche wie auch privat weiterhin alles Gute und viel Erfolg», schreibt der Verein. Giorgio Contini habe sich von der Mannschaft bereits verabschiedet: «Es war ein bewegender Abschied. Contini hatte immer eine spezielle Nähe zu seinen Spielern. Er war ein sehr menschlicher Trainer. Beim Abschied hat er alle Spieler innig umarmt», sagt Gerardo Cosentino.

TVO-Beitrag: Giorgio Contini und der FC Vaduz gehen per sofort getrennte Wege:

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

«Es ist bitter für alle Beteiligten»

Giorgio Contini war der dienstälteste Trainer in der Super League umso schwerer sei der Abschied gefallen: «Es ist natürlich immer schwierig, wenn es so abläuft wie beim FC Vaduz. Dass sind natürlich familiäre Bedingungen. Wir sind kein grosser Club. Bei uns kennt jeder jeden.» Deshalb sei es immer traurig, wenn jemand diese Familie verlasse, in diesem Fall Giorgio Contini. «Es ist bitter für alle Beteiligten», sagt Cosentino.

Daniel Hasler wird die Mannschaft interimistisch übernehmen. Bereits heute hätten die Spieler unter dem neuen Trainer trainiert. Wer längerfristig die Nachfolge von Contini übernehmen wird, ist noch nicht klar. «Wir schauen natürlich, wer zum FC Vaduz passen würde, dass ist aber nicht die erste Priorität. Im Moment versuchen wir unter Daniel Hasler, an die jüngsten Erfolge anzuknüpfen.»

Gestern klang es noch anders

Der FC Vaduz ist in der Super League im Moment auf dem Abstiegsplatz. Allerdings haben die Liechtensteiner gleich viele Punkte wie der FC Lausanne und am letzten Wochenende erkämpften sie sich gegen Leader Basel ein Unentschieden. Erst am Montag versicherte die Präsidentin Ruth Ospelt, dass Trainer Contini und Sportchef Haas nicht zur Diskussion stünden.

(abl/red)

 

Dumeni Casaulta
veröffentlicht: 7. März 2017 10:43
aktualisiert: 7. März 2017 19:38