Anzeige

Der neue FCSG-Präsident im Interview

Fabienne Engbers, 16. Mai 2017, 15:46 Uhr
Lange wurde gerätselt, wer die Nachfolge von Dölf Früh als Präsident der FC St.Gallen Event AG übernimmt. Am Wochenende wurde das Geheimnis gelüftet, ein Ostschweizer Wirtschaftsmann übernimmt den FC St.Gallen. Wie Stefan Hernandez zum Job beim FC St.Gallen gekommen ist, verrät er auf dem TVO-Sofa.

Nach 15 Jahren als Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident bei der Hartchrom Brunner AG in St.Gallen ist der 50-jährige Goldacher nun beim Fussball gelandet. «Damit hätte ich vor einigen Monaten auch nicht gerechnet, dass es mich ausgerechnet zum Fussball zieht», sagt Stefan Hernandez. Der neue FCSG-Präsident sagt von sich selbst, er habe zwei linke Füsse.

«Dölf Früh ist ein Vollprofi»

Im Januar kam Dölf Früh auf Stefan Hernandez zu. «Wir haben uns zuvor nicht gekannt.» Dölf Früh habe ihm aufgezeigt, was es heisse, den FC St.Gallen zu führen. «Er hat mir nichts verschwiegen», sagt Hernandez.

Überzeugen musste Früh den neuen Präsidenten nicht. «Das muss man schon selbst wollen.» Zutrauen tut sich Hernandez die Aufgabe voll und ganz. «Sonst hätte ich den Job nicht angenommen. Ich habe aber auch ein gutes Team hinter mir, ich führe den Club ja nicht alleine.»

Der Fussball ist von Emotionen geprägt

Eine grosse Herausforderung ist für den neuen Präsidenten die schnell entstehende Unruhe. «Wenn man ein paar Spiele hintereinander verliert, dann ist gleich alles schlecht. Ist man in einer guten Phase so wie jetzt gerade, sprechen die Ersten bereits wieder von der Europa League.» Die Emotionen gehen nahtlos von einen Extrem ins andere.

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Eine sportliche Zielerklärung ist Stefan Hernandez nicht zu entlocken. «Sonst hauen Sie mir die in einem Jahr um die Ohren.» Hernandez will sich nach vorne orientieren, den Begriff Europa League will er aber noch nicht in den Mund nehmen.

Erster bezahlter FCSG-Präsident

Dölf Früh hat den FC St.Gallen mit Herzblut geführt. Einen Lohn hat er dafür nicht verlangt. Der neue Präsident der FC St.Gallen Event AG erhält als erster VR-Präsident einen Lohn. «Meine Motivation ist sicherlich zu einem gewissen Grad monetär, aber das Geld ist nicht der Hauptantrieb. Hätte ich nur auf mein Portemonnaie geschaut, hätte ich andere Angebote annehmen müssen.»

Das ganze Gespräch mit Stefan Hernandez wird heute ab 18 Uhr beim Ostschweizer Fernsehen TVO ausgestrahlt in stündlicher Wiederholung. Sportlich greift der FC St.Gallen heute Abend gegen den FC Lugano an. FM1Today tickert live ab 19.45 Uhr.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 16. Mai 2017 15:43
aktualisiert: 16. Mai 2017 15:46