Der Zynismus der St.Gallen-Fans

Sandro Zulian, 1. Mai 2017, 16:18 Uhr
So sieht die Lage des FC St.Gallen für einen Twitter User aus. Das Haus brennt, doch der Vorstand bleibt untätig.
So sieht die Lage des FC St.Gallen für einen Twitter User aus. Das Haus brennt, doch der Vorstand bleibt untätig.
© Screenshot Twitter
Es ist die fünfte Pleite in Serie. Seit ganzen sieben Spielen ist der FC St.Gallen nicht mehr als Sieger vom Platz gegangen. «Zinnbauer raus» gehört dieser Tag genau so in den Kybunpark wie das Schützengarten-Bier. Die passendsten Reaktionen auf die prekäre Situation der Grün-Weissen gibt es hier.

Gemäss Elisabeth Kübler-Ross gibt es fünf Phasen der Trauer.

1. Der Unglaube
2. Der Zorn
3. Das Verhandeln
4. Die Depression

5. Die Akzeptanz.

Die Fans des FC St.Gallen scheinen momentan irgendwo zwischen Nummer Eins und Nummer Vier zu stehen. Nummer Fünf wurde (glücklicherweise) von den meisten Fans noch nicht erreicht. Während einige wenige noch immer an Trainer Joe Zinnbauer festhalten (Nummer 1), machen andere ihrem Ärger ungeniert Luft (Nummer 2). Wieder andere finden die Lage des FC St.Gallen nur noch zum Lachen.

Der kleine Hund trinkt in seiner brennenden Hütte seelenruhig einen Kaffee. Der kleine Köter bezeichnet die Lage von FCSG-Präsident Dölf Früh. Sein mühselig aufgebautes Haus droht zusammenzustürzen, doch er tut einfach nichts.

Dieser Tweet von Christian K. gehört definitiv in die Phase 4 der Trauer:

Twitter Userin Tanja ist definitiv in der fünften und letzten Phase der Trauer angekommen. Sie hat akzeptiert, dass der FC St.Gallen wahrscheinlich um den Ligaerhalt kämpfen muss:

Userin Marion ist offenbar noch ganz am Anfang der Trauer. Bei ihr hat erst jetzt der Zorn eingesetzt:

Fast kein St.Gallen-Fan steht noch in der ersten Phase der Trauer. Für die meisten ist der Zorn oder die Depression vorherrschend. Am Sonntag kann Joe Zinnbauer versuchen, die vielen Supporter wieder aus ihren Trauerphasen zu befreien. Falls er das nicht schleunigst bewerkstelligt, steht der FC St.Gallen spätestens in der Challenge League wieder in der ersten Phase der Trauer: Im Unglaube.

(saz)


Sandro Zulian
veröffentlicht: 1. Mai 2017 15:40
aktualisiert: 1. Mai 2017 16:18