Die gefallenen Könige Glarner und Forrer

25. August 2019, 07:26 Uhr
Für Arnold Forrer ist das Eidgenössische Fest in Zug bereits nach dem ersten Tag zu Ende
Für Arnold Forrer ist das Eidgenössische Fest in Zug bereits nach dem ersten Tag zu Ende
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Arnold Forrer und Matthias Glarner standen an den Eidgenössischen Festen 2001 und 2016 ganz oben. Nun müssen die Schwingerkönige in Zug hartes Brot essen.

Für einen der beiden Könige ist das Fest bereits gelaufen. Der Toggenburger Arnold «Nöldi» Forrer, der 2001 in Nyon triumphiert hat, hätte in Zug zu gerne seinen siebten eidgenössischen Kranz gewonnen. Stattdessen muss er nach einer Niederlage und drei Gestellten die Koffer packen. «Viel Schlimmer konnte es nicht kommen», bilanzierte der 40-Jährige, der einsehen musste, dass er in seinem Alter mit den besten Schwingern nicht mehr mithalten kann.

Ist das das Karriereende?

«Im Kopf und im Herz tut es weh», so Forrer, der seine Karriere mit der Marke von 150 Kränzen - derzeit liegt er bei 147 - beenden möchte. Auch deshalb weiss der Toggenburger noch nicht, ob er seine Karriere nach dieser Saison beendet oder nicht. «Vielleicht bestreite ich im kommenden Frühling noch zwei, drei Feste.» Nach diesem Eidgenössischen ist aber mehr als offen, ob Forrer noch die Chance hat, die angestrebte Marke für die Ewigkeit zu erreichen.

Glarner darf am Sonntag nochmal ran

Auch der Schwingerkönig Matthias Glarner ist am Samstag nicht gut ins Eidgenössische gestartet. In den letzten beiden Jahren gelang Glarner nur ein gutes Resultat, vor zwei Wochen am Bernisch Kantonalen in Münsingen, als er im Schlussgang Matthias Aeschbacher forderte und das Fest im 2. Rang beendete. «Mein ganzes Selbstvertrauen stützte auf diesem Ergebnis», so Glarner, «ich bin mir bewusst, dass dies ein wackeliges Konstrukt ist.»

Obwohl er wusste, dass ein schlechter Tag durchaus möglich ist, war Glarner nach dem ersten Tag frustriert: «Die Aufgabe gegen Armon Orlik zu Beginn war natürlich sehr schwierig. Und eigentlich habe ich mich gar nicht so schlecht gefühlt. In den folgenden Gängen fand ich aber nicht ins Fest, ich habe ganz schlecht geschwungen.»

«Muss weniger nachdenken»

Dank einem Plattwurf im 4. Gang gegen den Innerschweizer Urs Doppmann darf der Schwingerkönig von Estavayer am Sonntag immerhin noch mindestens zweimal antreten. «Vielleicht muss ich etwas weniger nachdenken als am Samstag», so Glarner. Der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung ist jäh geplatzt, im besten Fall kann Glarner aber noch seinen fünften eidgenössischen Kranz holen.

(SDA)

veröffentlicht: 24. August 2019 22:00
aktualisiert: 25. August 2019 07:26