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Turnen

Die Kunstturnerin spricht über ihre mentale Blockade

28. September 2021, 11:28 Uhr
Die amerikanische Kunstturnerin Simone Biles gesteht in einem Interview mit dem «New York Magazine» ein, dass ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio ein Fehler gewesen sei.
Simone Biles blickt mit gemischten Gefühlen auf ihre Olympia-Teilnahme in Tokio zurück.
© KEYSTONE/AP/ASHLEY LANDIS

«Wenn man sich ansieht, was ich in den letzten sieben Jahren alles durchgemacht habe, hätte ich nie wieder einem Olympiateam angehören dürfen», sagte die Texanerin. Sie sprach auch den Skandal um den ehemaligen Mannschaftsarzt Larry Nassar an.

Biles gehörte zu den mehreren Hundert Missbrauchsopfern, dies habe einen hohen emotionalen Tribut gefordert. «Es war zu viel. Aber ich wollte nicht zulassen, dass er mir etwas wegnimmt, für das ich hart gearbeitet habe, seit ich sechs Jahre alt war», sagte Biles. «Also habe ich das so lange verdrängt, wie mein Geist und mein Körper es mir erlaubten.»

In Tokio aber brachte die Dominatorin der vergangenen Jahre Geist und Körper nicht mehr unter einen Hut. Wegen einer mentalen Blockade insbesondere bei Drehungen hatte sie in Tokio auf eine Vielzahl der Wettkämpfe verzichtet. Statt wie erwartet mit mehreren Goldmedaillen verliess sie Japan «nur» mit je einmal Silber (Team) und Bronze (Schwebebalken).

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. September 2021 10:13
aktualisiert: 28. September 2021 11:28