«Ein bisschen Glanz kann nicht schaden»

Fabienne Engbers, 4. Januar 2018, 08:13 Uhr
Seit gestern Abend ist es bekannt: Alain Sutter wird der neue Sportchef des FC St.Gallen. Die Reaktionen darauf sind fast durchwegs positiv, sowohl in den Medien, als auch bei den Fans.

«Mein Lieblings-Natispieler als ich noch klein(er) war. Seit Langem bin ich wieder einmal positiv gestimmt was die Zukunft des FCSG angeht», schreibt ein Fan im FCSG-Forum. Die Meinungen zu Alain Sutter und seinem neuen Amt als Sportchef sind durchwegs positiv, sowohl in den Medien, als auch auf den St.Galler Strassen.

«Hauptsache, die Frisur sitzt»

Die St.Galler freuen sich auf die neue Berühmtheit in der Stadt. «Man kennt ihn, er hat für die Nati gespielt. Das unterstütze ich», sagt eine St.Gallerin. Auch andere sind der gleichen Meinung. «Ich freue mich, dass eine populäre Person nach St.Gallen kommt», sagt ein Mann.

Es finden sich aber auch kritischere Stimmen. «Unsere Chrampfer sind dafür nicht gemacht, aber ein wenig Glanz schadet dem Verein nicht», so ein junger Mann. «Solange Sutter seine Föhn-Frisur im Griff hat, ist alles gut», sagt sein Kollege. Eine negative Stimme findet sich - wie schon beim Bekanntgeben von Hüppi als Präsidenten - nicht.

«Neuer Glamour für eine belächelte Region»

Positiv kommt die Neubesetzung des Sportchefs auch bei den hiesigen Medien an. Der Blick schreibt: «Vorher der farblose Stefan Hernandez und der nette Christian Stübi - nun das prominente SRF-Urgestein Matthias Hüppi und Ex-Nati-Star Alain Sutter.» Die Prominenz bringe der «am Rande des Landes gelegenen und oft belächelten und bemitleideten» Region ein bisschen Glamour.

Während man sich über die Rolle der Ostschweiz streiten kann, sind die Meinungen zu Sutter klar. Auch der Tagesanzeiger schreibt, «ihm nimmt man ab, dass er bereit ist, diesen Weg [der Nachwuchsförderung] konsequent zu gehen».

Auch Tagblatt-Sportredaktorin Patricia Loher sieht für den FC St.Gallen eine rosigere Zukunft, als noch vor einem Jahr: «Der FC St.Gallen verfügt nun mit Präsident Matthias Hüppi und seinem ehemaligen SRF-Expertenkollegen Sutter endlich wieder einmal über eine charismatische Führungsspitze, die den Club aus dem Dornröschenschlaf wecken will.»

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 4. Januar 2018 07:45
aktualisiert: 4. Januar 2018 08:13