Entwarnung bei Thomas: Start an Tour de France nicht in Gefahr

18. Juni 2019, 22:50 Uhr
Geraint Thomas sitzt nach seinem Sturz am Boden
Geraint Thomas sitzt nach seinem Sturz am Boden
© KEYSTONE/TOUR DE SUISSE/SAM BUCHLI
Nach einem Sturz in der 4. Etappe der Tour de Suisse muss der letztjährige Tour-de-France-Sieger Geraint Thomas das Rennen aufgeben. Immerhin sollte der Brite die Frankreich-Rundfahrt nicht verpassen.

32 Kilometer vor dem Ziel in Arlesheim der grosse Schock für die britischen Radsportfans und das Team Ineos: Geraint Thomas liegt nach einem Zwischenfall mit dem Kasachen Andrej Seiz am Boden. Rasch einmal wird klar, dass der 33-jährige Waliser das Rennen nicht fortsetzen kann.

Wie gravierend sich Thomas verletzt hat, blieb zunächst offen. Für weitere Untersuchungen wurde er ins Bruderholzspital Basel überführt. Nach Chris Froome, der sich vor Wochenfrist bei einem Trainingssturz mehrere Brüche zugezogen hatte, drohte bei Ineos ein weiterer Teamleader länger auszufallen.

Am späten Dienstagabend gab d as Team aber Entwarnung. Thomas verletzte sich beim Sturz nicht so schwer, wie zunächst befürchtet. Er zog sich lediglich Abschürfungen an der Schulter und eine Schnittwunde oberhalb des rechten Auges zu. Seine Teilnahme an der in knapp zweieinhalb Wochen beginnenden Tour de France sei nicht in Gefahr, teilte sein Team mit.

«Natürlich ist es frustrierend und ein Rückschlag in meinen Vorbereitungen auf die Tour de France, aber es ist noch immer genug Zeit, ehe wir in Brüssel starten», wurde Thomas auf der Webseite von Ineos zitiert.

Thomas hatte sich zuletzt in aufsteigender Form präsentiert und seine Ambitionen auf den zweiten Sieg in der Frankreich-Rundfahrt unter anderem mit einem 3. Gesamtrang an der Tour de Romandie untermauert. Im vergangenen Jahr gewann er die «Grande Boucle» vor dem Niederländer Tom Dumoulin und Froome.

Zur Tour de Suisse war Thomas als Favorit angetreten. Im Prolog hatte er den guten 13. Rang belegt und sich damit in eine gute Ausgangslage im Kampf um den Gesamtsieg geschaffen.

In die Rolle des Teamleaders bei Ineos schlüpft an der Tour de Suisse nun Egan Bernal. Der 22-jährige Kolumbianer gilt als Ausnahmetalent. Er wird immer wieder als künftiger Tour-de-France-Gewinner gehandelt. In der Schweiz startet er nur, weil er am Giro d'Italia - wegen eines Trainingssturzes - nicht teilnehmen konnte.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 18. Juni 2019 16:56
aktualisiert: 18. Juni 2019 22:50