Ab nach Katar

«Etwas Grosses geht in Erfüllung» – FCL-Spieler Jashari über sein WM-Aufgebot

Martina Birrer, 10. November 2022, 19:47 Uhr
Für Ardon Jashari geht ein Traum in Erfüllung. Kurz nach seinem Debüt für die Schweizer Fussball-Nati steht der FCL-Captain auch im Aufgebot für die WM in Katar. Der 20-Jährige sieht darin den Lohn für seine harte Arbeit beim FC Luzern.
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Ardon Jashari: 20 Jahre jung, fokussiert, «menschlich ein guter Kerl» und bodenständig – so die Eigenschaften des Fussballspielers. Der Mittelfeldspieler des FC Luzern ist stolz auf seine Leistung: «Schon als kleiner Junge war ich Fan der Schweizer Nati. Dass ich jetzt mit 20 Jahren an der WM dabei sein darf, ist etwas Grosses, dass in Erfüllung geht.»

Steiler Aufstieg 

Ardon Jashari ist in Cham geboren. Sein älterer Bruder spielte beim FC Baar. So kam es, dass auch er seine ersten Berührungen mit dem Ball im Kanton Zug hatte. «Meine Eltern meldeten mich in Baar an. Danach ging es sehr schnell. Mit zehn Jahren war ich bereits beim FC Luzern.» Danach durchlief er alle Nachwuchsstationen beim FC Luzern. Auf seinen bisherigen Weg ist Jashari stolz. Gleichzeitig sagt er: «Ich bin dem FCL für alles sehr dankbar.»

Quelle: PilatusToday / Martina Birrer

Beim FC Luzern bestritt Jashari einige Einsätze für die zweite Mannschaft in der viertklassigen 1. Liga. Sein Debüt bei den Profis gab er im Jahr 2020, als er gegen den FC Zürich kurz vor Spielende eingewechselt wurde. In der Folge kam der Mittelfeldspieler immer wieder zu Einsätzen in der Super League, bei denen er auch Tore schoss.

«Schon nach dem zweiten Training merkten wir, dass wir ein Juwel unter uns haben, welches dynamisch ist und immer nach vorne spielen möchte», sagt FCL-Trainer Mario Frick rückblickend zum steilen Aufstieg von Jashari.

Grosses Lob des FC Luzern

Nach Stephan Lichtsteiner, Ruben Vargas oder Alain Wiss hat es wieder einer der Schützlinge des FC Luzern ins Kader der Schweizer Nati geschafft. Der FC Luzern sei Jashari immer zur Seite gestanden, doch den grössten Teil hätte er sich selbst erarbeitet. Trainer Mario Frick sagt dazu: «Jashari startete senkrecht durch.» Auch die Einsätze als Captain hätten dem 20-jährigen Chamer gutgetan, «menschlich konnte er reifen», so Frick.

Dass der 20-Jährige nun mit der Schweizer Nati an die WM nach Katar reisen könne, habe er verdient und sei der Lohn für seine harte Arbeit. «Er ist menschlich ein guter Kerl. Fürs Kader der Schweizer Nati wird er eine Bereicherung sein», so Frick weiter.

Weg geebnet für den nächsten Schritt 

Die Scheinwerfer sind nun also auch international auf Ardon Jashari gerichtet. Dem ist sich auch Mario Frick bewusst. «Spätestens im Sommer ist sein Weg geebnet für den nächsten Schritt. Bis dahin hoffe ich aber, dass er uns erhalten bleibt.» Auch beim nächsten Match gegen YB werde Jashari nicht geschont. Er müsse beim FCL noch alles geben, erst danach könne er sich auf die Weltmeisterschaft konzentrieren.

Ardon Jashari gab Ende September sein Debüt für die Schweizer Nati, als er für Remo Freuler eingewechselt wurde.

© KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

Auf diese Erfahrung freut sich der FCL-Mittelfeldspieler. Für die Schweizer Nati lief er bisher erst einmal auf – Ende September kam er zu einem Kurzeinsatz gegen Tschechien. Allzu grosse Hoffnungen, auch im WM-Aufgebot zu stehen, machte sich Jashari damals nicht. Er gab im Gespräch mit PilatusToday aber offen zu: «Es wäre unbeschreiblich, an der WM dabei zu sein

Erfahrungen sammeln, aber auch geniessen

«Ich versuchte am Boden zu bleiben und meine Leistung zu bringen. Jeder, der mich kennt, weiss, dass ich eine bodenständige Person bin – egal ob auf oder neben dem Platz.» Dieses Erfolgsrezept scheint funktioniert zu haben.

Nun hofft Jashari, dass er in Katar viele Erfahrungen sammeln kann. Aber er möchte die Momente auch geniessen: «Dafür habe ich die richtigen Mitspieler, welche mich unterstützen. Ich möchte mit der Mannschaft Erfolg haben und meine beste Leistung zeigen.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. November 2022 19:08
aktualisiert: 10. November 2022 19:47