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FCSG als schöne Zwischenstation

David Scarano, 30. September 2015, 17:52 Uhr
Joe Zinnbauer hat beim FC St.Gallen einen Vertrag bis 2018 unterschrieben - eine Rückkehr in die Bundesliga bleibt jedoch sein Traum. Derweil fordern Thun-Fans Jeff Saibene als Nachfolger von Ciriaco Sforza.
KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

Seit zwei Wochen trainiert Joe Zinnbauer den FC St.Gallen und ist bislang unbesiegt. Die Bilanz: ein Sieg im Cup sowie in der Meisterschaft, dazu ein Remis gegen GC. Kein schlechter Start für den Deutschen. Sein ehemaliges Wirkungsfeld hat er dennoch nicht vergessen. In einem Interview mit der Hamburger Morgenpost sagt der Ex-HSV-Trainer, dass eine Rückkehr in die Bundesliga sein Ziel bleibe. «Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass das nicht so ist. Wenn man diese Liga geschmeckt hat, ist man süchtig danach.» Zinnbauer ergänzt jedoch, dass er in St.Gallen für drei Jahre unterschrieben habe. Und er freue sich «wahnsinnig darauf».

Der Start sei ihm geglückt. «Die Leute hier glauben an mich und meine Philosophie. Und was wirklich schön ist: Ich kann hier wieder ich selbst sein! Ich kann unvoreingenommen arbeiten und auch hart durchgreifen – wann immer ich es für richtig halte.» Mit dem FCSG will er mittelfristig in die Europa League.

Präsident fliegt Zinnbauer nach

Joe Zinnbauer vermisst Hamburg noch nicht. St.Gallen gefalle ihm gut. «Es ist alles etwas kleiner und süßer hier, nicht weit zum Bodensee. Man kann hier nicht nur gut arbeiten, sondern auch sehr gut leben», schwärmt er.

Zinnbauer verrät dann,wie es der FCSG geschafft hat, ihn zu verpflichten. Zwei Wochen stand er im Kontakt mit den Ostschweizern. In dieser Zeit sprach er auch mit deutschen Zweit- und Drittligisten. Dann reiste er nach St.Gallen und machte sich ein Bild vor Ort. Präsident Dölf Früh habe das geschickt gemacht, erzählt Zinnbauer der Morgenpost. «Der kam mir einfach am nächsten Tag nach Hamburg hinterhergeflogen und sagte: Komm, Joe – wir machen das jetzt. Der HSV hat dann zügig eingewilligt.»

Thun-Fans fordern Jeff Saibene

In St.Gallen hat Zinnbauer Jeff Saibene ersetzt. Der Luxemburger wird nun von einigen Thun-Fans als Sforza-Nachfolger gefordert. Für Saibene wäre es eine Rückkehr, war er doch von 2006 bis 2008 Co-Trainer der Berner Oberländer.

David Scarano
Quelle: red.
veröffentlicht: 30. September 2015 15:14
aktualisiert: 30. September 2015 17:52