FCSG startet ohne Barnetta in die Saison

Stephanie Martina, 21. Juli 2017, 17:56 Uhr
FCSG-Trainer Giorgio Contini will möglichst lange am dritten Tabellenplatz festhalten.
FCSG-Trainer Giorgio Contini will möglichst lange am dritten Tabellenplatz festhalten.
© FM1Today/Stephanie Martina
Der FC St.Gallen startet morgen gegen Lausanne in die neue Super-League-Saison. Allerdings unter erschwerten Bedingungen: Denn mit Tranquillo Barnetta, Toko und Silvan Hefti fehlen drei wichtige Spieler. Trainer Giorgio Contini ist aber dennoch voller Zuversicht und traut seinem Team einiges zu.

Kein Barnetta, kein Toko, kein Hefti. Der FC St.Gallen muss zum Saisonstart gleich ohne drei seiner Leistungsträger auskommen. Bei Barnetta sei es jedoch eine reine Vorsichtsmassnahme, da er nach seiner Verletzung im letzten Testspiel noch nicht wieder hundert Prozent fit sei, erklärt Mediensprecher Daniel Last an der Pressekonferenz. Mit den Brüdern Albian und Adonis Ajeti sind zwei weitere Spieler nicht einsatzbereit.

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Obwohl die Voraussetzungen nicht optimal sind, zeigt sich Cheftrainer Giorgio Contini vor dem Spiel gegen Lausanne zuversichtlich: «Ich arbeite lösungsorientiert und schenke mein Vertrauen gerne jenen Spielern, die fit sind.» Die Mannschaft sei bereit, habe eine gute Vorbereitungsphase hinter sich und könne es nun kaum erwarten, sich an den Wochenenden wieder mit anderen zu messen.

Auswärtsstart in Lausanne

Der erste Gradmesser ist Lausanne. Seit Beginn des Meisterjahres spielten die Espen zwölf Mal in Lausanne. Dabei gab es acht Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen. Contini geht davon aus, dass das Spiel der Romands dieselben Charakteristiken aufweisen wird wie im Vorjahr. «Sie wollen den Ball am Fuss haben und kombinieren. Aber wie bei jeder Mannschaft, die während der Sommerpause einige Wechsel vorgenommen hat, werden zum Saisonstart noch nicht alle Automatismen rund laufen», schätzt Contini.

Guter Saisonstart zentral

Auch beim FC St.Gallen gab es kurz vor und während der Sommerpause einige Mutationen - hinter den Kulissen blieb ebenfalls kaum ein Stein auf dem anderen. Ein neuer Präsident, eine Vakanz bei der Position des Sportchefs und die Entlassung des Physio-Chefs. Von Unruhen will Contini jedoch nicht sprechen: «Wie haben uns fokussiert und ruhig auf die neue Saison vorbereiten können. Und am Ende geht es ausschliesslich um den Fussball und da sind wir gefordert – mein Team und ich.»

Ein Platz unter den Top 5

Contini hat eine genaue Vorstellung davon, wie er seine Mannschaft spielen sehen will, nämlich strukturiert, mutig und eigenständig. «Ich will, dass wir gut organisiert sind, von Anfang an mutig auftreten und sich die Spieler gegenseitig pushen, denn ich kann nicht permanent von der Seitenlinie reinrufen.» Für den Trainer ist nicht nur klar, wie sein Team auftreten, sondern auch, was Ende Saison herausschauen sollte: «Ich halte es für realistisch, dass der FC St.Gallen - sofern auch ein Quäntchen Glück dabei ist - bei den besten fünf Mannschaften mitmischen kann.»

Testspiele zeigen Continis Handschrift

Den Fokus legte Contini während der Saisonvorbereitung vor allem auf den physischen Bereich. Die Mannschaft habe viele Lauf- und Krafttrainings absolviert. Daneben habe er die Mannschaft neu strukturiert. «Wir haben die Vierer-Verteidigungskette angeschaut, das gemeinsame, offensive Verteidigen. In den letzten Testspielen konnte man deutlich sehen, dass wir gut organisiert sind und wenig zulassen.»

Noch sei nicht alles optimal, betont Contini. Es sei ein Prozess, eine Entwicklung. «Unser Ziel ist es, dass wir uns von Woche zu Woche steigern können. Hierfür ist es wichtig, dass wir gegen Lausanne einen guten Saisonstart erwischen, um Vertrauen für die nächsten Schritte zu bekommen.»

Problemzone Innenverteidigung

Contini lässt an der Medienkonferenz vermuten, dass das momentan 25-köpfige Kader noch weiter verstärkt werden könnte. «Wir sind in der Innenverteidigung noch etwas dünn aufgestellt. Wenn ein Spieler wie Silvan Hefti ausfällt, wird es bereits eng. Deshalb werden wir unsere Augen in den kommenden zwei Monaten offen halten.»

Stephanie Martina
veröffentlicht: 21. Juli 2017 16:13
aktualisiert: 21. Juli 2017 17:56