FC St.Gallen

Batterien sind voll, FCSG will wieder powern

Dumeni Casaulta, 18. Oktober 2019, 16:07 Uhr
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FCSG-Trainer Peter Zeidler hofft auf einen weiteren Sieg.
© Keystone/Eddy Risch
Der Lauf des FCSG (ein Unentschieden und vier Saisonsiege) wurde durch die Länderspielpause gestoppt – mindestens vorübergehend. Am Sonntag trifft die Mannschaft auf Servette. FCSG-Trainer Peter Zeidler erklärt, weshalb die Pause im richtigen Moment kam.

Peter Zeidler musste sich schon kritischeren Fragen stellen. Die Stimmung rund um den FC St.Gallen ist gut. Grün-weiss grüsst vom dritten Tabellenrang. Seit fünf Saisonspielen ist man ungeschlagen, zuletzt hat man gegen den FC Basel zuhause unentschieden gespielt. Den Leader hatte man dominiert, viele Zuschauer waren begeistert.

Schon am Sonntag zählt das nicht mehr. Dann reist der FC St.Gallen zum sechstplatzierten Servette. Und gegen den Aufsteiger braucht es wieder volle Konzentration, mahnt der Trainer. «Wir müssen diese Winner-Mentalität wieder auf den Platz kriegen. Diese positive Aggressivität. Diese Verrücktheit und trotzdem Klarheit im Kopf.»

«Das sind aussergewöhnlich gute Fussballer»

Peter Zeidler warnt vor den individuellen Qualitäten der Westschweizer. Er nennt die Offensiv-Spieler Sébastien Wüthrich oder Varol Tasar. «Das sind aussergewöhnlich gute Fussballer.» Servette sei aber auch in der Abwehrreihe gut aufgestellt, mit sehr erfahrenen Spielern. «Ich schätze Servette als sehr gut ein, auch wenn die Resultate zuletzt eine andere Sprache sprachen. Es gibt aber sicher die Möglichkeit, sie zu schlagen, das haben wir im Hinspiel ja bewiesen (3:1 Sieg, Anm.d.Red).»

«Die Spieler konnten sich erholen»

Die Energie für den St.Galler Powerfussball ist wieder vorhanden. Die Länderspielpause kam für den FC St.Gallen, trotz des guten Laufs, zum richtigen Zeitpunkt. «Spieler, die zuletzt viel gespielt haben, konnten sich erholen», sagt Zeidler. Namentlich sind dies Jordi Quintillà, Victor Ruiz, Lukas Görtler, Silvan Hefti, Yannis Letard und Leonidas Stergiou. Andere, wie Miro Muheim oder Ermedin Demirović konnten mit der U-Nationalmannschaft international Erfahrung sammeln.

«Ausserdem konnten wir ein sehr aufschlussreiches Testspiel in Stuttgart machen (1:4 Niederlage, Anm.d.Red.), welches Spielern wie Vilotic, Costanzo oder Itten die Möglichkeit gab, im Rhythmus zu bleiben. Deshalb hat uns die Pause, zu diesem Zeitpunkt der Saison, sehr gut getan», sagt Zeidler.

Zeidler an der Olma

Der Trainer nutzte die Länderspielpause auch um die Olma und den Jahrmarkt zu besuchen. Freilich wurde er da von vielen Personen angesprochen. «Wenn Menschen anhalten und uns zu den guten Leistungen gratulieren – in diesem Fall mir als Trainer – das freut einen natürlich. Ich spüre da aber auch Verantwortung, uns weiterhin voll reinzuhängen und uns anzustrengen.»

Lüchinger muss womöglich nochmal operiert werden

Nicht mit dabei sein wird am Sonntag Jérémy Guillemenot. Er muss eine Gelbsperre absitzen, würde aber ohnehin wegen Zahnproblemen ausfallen. Gut möglich, dass Cedric Itten ihn in der Startelf ersetzt. Ebenfalls nicht dabei sind in Genf die Langzeitverletzten Musah Nuhu und Nicolas Lüchinger. Letzterer wird noch länger ausfallen. Es ist nicht auszuschliessen, dass Lüchinger sein Knie nochmals operieren muss. Der Entscheid fällt voraussichtlich im Verlauf der nächsten Woche. Ansonsten kann Trainer Zeidler aus dem Vollen schöpfen. Auch Axel Bakayoko wird wieder mit dabei sein.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 19. Oktober 2019 14:31
aktualisiert: 18. Oktober 2019 16:07