Bricht Contini seine eigene Serie?

Fabienne Engbers, 12. Mai 2017, 19:03 Uhr
Mit dem Sieg letzten Sonntag gegen den FC Lausanne hat der neue FCSG-Trainer Giorgio Contini die Niederlagenserie des FC St.Gallen gebrochen. Nun steht bereits die nächste Negativserie an, die gebrochen werden soll - jene gegen den FC Vaduz. Diese hat Contini selbst aufgestellt.

FCSG-Trainer Giorgio Contini sitzt am Samstagabend zwischen zwei Stühlen. Seit rund zwei Monaten ist er nicht mehr Trainer des FC Vaduz, seit gut einer Woche hat er den Posten als Cheftrainer beim FC St.Gallen inne.

Contini muss seine eigene Serie brechen

Bereits in Continis zweitem Spiel treffen die beiden Mannschaften aufeinander - im Kybunpark, an einem Samstagabend. In seiner Zeit als Vaduz-Trainer haben die Liechtensteiner kein Spiel gegen den FC St.Gallen verloren. Nun treten beide Mannschaften mit neuem Trainer an. Kann Contini die Serie, die er selbst aufgestellt hat, nun wieder brechen? «Es gibt nur eine Serie, die weitergeht und das ist meine Serie als Trainer, dass ich in diesem Stadion unbesiegt bleibe», sagt Contini zuversichtlich. Er sei nervös, Zweifel, auf welcher Seite er steht, hat er jedoch keine.

«Es ist eine strenge Zeit»

In der letzten Woche hat Giorgio Contini einige Überstunden geleistet. «Ich war morgens etwa um 7.30 Uhr hier, um das Training vorzubereiten. Danach folgten Gespräche mit Spielern und Staff, ich bin gut und gerne bis abends um 19 Uhr im Büro geblieben», sagt der Trainer. Das stört ihn nach zwei Monaten Ferien allerdings nur mässig.

«Neuanfänge sind immer streng. Man muss die Zeit nutzen, die man mit der Mannschaft zur Verfügung hat.» Zurzeit schaut sich Contini vor allem die Mentalität der Spieler an, um in der Saisonpause auch abschätzen zu können, wer zu seiner Spielweise passt und welche Spieler eventuell ausgewechselt werden.

«Eine besondere Ambiance»

Das Spiel am Samstag ist seit Längerem wieder einmal ein Abendspiel im Kybunpark. «Abendspiele sind fussballnäher. Es ist eine ganz andere Ambiance, wenn das Flutlicht da ist», sagt Contini. Die Fans sind dabei. 10'000 Tickets wurden bis Freitagmittag verkauft. «Die Zuschauer sollen merken, dass meine Mannschaft gewillt ist und jeder Spieler für den anderen kämpft. Dann können wir mit dem zwölften Mann im Rücken einen Sieg anpeilen», sagt Contini.

Beim Abendspiel nicht dabei ist Silvan Hefti. Er hat sich den Fuss vertreten und wird am Samstag nicht auflaufen. Alain Wyss ist gesperrt und darf deshalb nicht mittun.

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Gedanken um Präsidentenwechsel im Hinterkopf

Während die Mannschaft des FC St.Gallen sich auf das nächste Spiel vorbereitet, wählt die FC St.Gallen Event AG einen neuen Präsidenten, der das Amt von Dölf Früh übernimmt. Im Voraus wurde bereits fleissig spekuliert, wer das Amt übernehmen könnte, bislang ist jedoch noch nichts durchgesickert.

Giorgio Contini kümmert sich derweilen nicht um die Schauplätze neben dem Spielfeld. «Wir haben ein grosses Ziel und das ist Fussball. Wir versuchen, die Mannschaft abzuschotten und auf das Spiel zu fokussieren.» Contini selbst weiss offenbar auch nicht, wer die Nachfolge von Dölf Früh antritt.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 12. Mai 2017 19:03
aktualisiert: 12. Mai 2017 19:03