3 rote Karten aus 4 Spielen

Der FC St.Gallen führt die Super League an – in puncto roter Karten

Sven Lenzi, 9. August 2022, 07:24 Uhr
Fast so fleissig wie Punkte sammeln die Espen in dieser Saison bisher Platzverweise: In den letzten drei Spielen zückte der Schiedsrichter jeweils einmal den roten Karton gegen die Grün-Weissen.

Für den FC St.Gallen gab es letzten Samstag gegen die Grasshoppers eine bittere 2:3-Niederlage nach einer 2:0-Führung. Die Niederlage ist aber nicht der einzige Wehrmutstropfen für die Espen. In den Schlussminuten der Partie brennen FCSG-Goalie Zigi die Sicherungen durch: Der 25-jährige Ghanaer sieht Rot. Besonders ärgerlich, weil Zigi nun für drei Spiele gesperrt ist. 

Zufall oder Disziplinproblem?

Die rote Karte letztes Wochenende ist aber keine Premiere in dieser Saison, sondern bereits der dritte Platzverweis aus den ersten vier Saisonspielen. Zuerst fliegt Captain Lukas Görtler gegen Winterthur mit Gelb-Rot vom Platz, eine Woche später wird Isaac Schmidt nach einem groben Foulspiel vorzeitig unter die Dusche geschickt. Die St.Galler stehen mit sechs Punkten zwar auf dem fünften Zwischenrang, bei den gelb-roten Karten (wie Luzern einmal Gelb-Rot), sowie den roten Karten (zwei Mal direkt Rot) sind sie aber Spitzenreiter. Eine Aneinanderreihung unglücklicher Zufälle oder doch ein Problem der Disziplin?

Dass jetzt ausgerechnet in den letzten drei Spielen Spieler des FCSG vom Platz geflogen sind, hat mehr mit unglücklichen Ereignissen zu tun, als dass die Espen ein Problem mit der Disziplin haben. Die erste rote Karte von Lukas Görtler im Spiel gegen den FC Winterthur entstand durch zwei Fouls, der zweite Platzverweis gegen Isaac Schmidt durch ein grobes Einsteigen und der dritte gegen Lawrence Ati Zigi durch eine Tätlichkeit.

«Das Thema wird intern besprochen»

«Dass der FC St.Gallen 1879 die letzten drei Ligaspiele nicht im Vollbestand beenden konnte, bedauern wir. Jede der (gelb-)roten Karten hatte ihren Ursprung in einer unterschiedlichen Spielsituation und muss deshalb differenziert beurteilt werden. Selbstverständlich wird das Thema, wie es sich gehört, intern besprochen und geklärt», so der FC St.Gallen gegenüber FM1Today. Bleibt abzuwarten, ob diese internen Besprechungen dann auch fruchten. Es steht bestimmt im Interesse der St.Galler nach dem Spiel gegen Servette zum zweiten Mal in dieser noch jungen Saison ein Spiel vollzählig zu beenden und so vielleicht bald die Rangierung der Platzverweise mit der Rangierung in der Tabelle zu tauschen. Die Möglichkeit dazu haben die Grün-Weissen im Heimspiel gegen den FC Luzern diesen Samstag um 20.30 Uhr.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 9. August 2022 07:24
aktualisiert: 9. August 2022 07:24
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