Spitzguuge

E Oschtschwiizer Fuessball-Märli

Dominic Ledergerber, 14. Februar 2020, 09:29 Uhr
Werbung

Quelle: FM1Today/Christoph Thurnherr

Peter Zeidler trinkt einen Quintillà, sein Verteidiger musah nuhu schnell die Schuhe binden und der nächste, der spricht, muheim! Sportjournalist Dominic Ledergerber mit seinem Fuessball-Märli «En Tag im Trainings-Campos» in Ostschweizer Dialekt.

Nur no es paar Wuche und – kchouk! – denn isch die Saison au scho wieder stergiou. Wells für d’Sanggaller no um alains goht, het de Peter Zeidler nomol e Trainings-Campos organisiert. Das het z’Lüchinger bi Altstätte stattgfunde, schliesslich wöt de Präsident nöch bi sinere Babić sii.

Aber scho bim erschte Zmittagesse isches em Trainer z’luut am Mannschaftstisch: «Ruiz! Seid emal ruiz! Der neggscht, wo redet, muheim!», schnauzt er sini Spieler aa. Uf das abe brucht er zersch emol en Quintillà.

D’Goalies hocked nüme am Tisch, sie hend wöle go rauche, aber das macht gar kei Spass. «De Tabak schmöckt nüme guet», sait de Lawrence, «fasch so wie e ati Zigi!» – «Hefti, was IHR eu erlaubed. Für so Ribeiro hemmer jetzt würkli kei Zyt», schimpft de Assistenztrainer, wo gege Rauch amanatid isch! De Jonathan verteidiged sich: «I rauch doch gar nüme, i bi klins, mann!» 

D’Stürmer sind ide Zwüschezyt am Fifa spiele, psunders de Jérémy het scho de Erme din! De Boris wird vo ihm zimli staublig gspielt, aber da isch ihm gliich, er will sowieso vil lieber em Cedric öppis ufem Handy zeige: «Guillemenot schnell dis Passwort, süs chumi nöd ine.»

I de Zwüschezyt sind di Junge immer no dusse, sie laufed im Uhrzeidlersinn und spieled «Fazliji glait», alves so Spieli halt, womer no vo früäner kennt. Do chömed de Milan und de Vincent mitem Velo. De eint fahrt uf de Stross, de ander ufem Letard. Do hetter Glück, dass er sich nur e Rüfli zuezoge het. De Sportchef sött das ganze ade Pressekonferenz au no kommentiere und motzt: Sutter, jetzt ritten wieder ali ufem Gliiche ume.

De Trainer sait lieber öppis zude Ufstellig. «De eint spielt nöd, vilo tic isch, em andere fehlt d’Costanzo. Aber, wa soli mando?!», frogt er hilflos. Em Moreno heg er wöle e Strof-Training ufbrumme, aber er kräuchi und strübi sich mit aller Macht degege.

Zum Glück goht endlich s’Testspiel los. De Schiri zellt nomol dure und merkt, dass bi Sanggalle en Verteidiger fehlt. Us de Garderobe ghört me DE scho rüfli: «I chume gad. I musah nuhu schnell d’Schueh binde.» De einzig, wo’s nöd uf de Aapfiff schafft, isch de Axel, er sitzt vorem Fernseh und luegt Bakayoko und Klaas.

D’Sanggaller gwünned nuhu knapp und well s’Ergebnis nöd eso hüppig usgfalle isch, gonzalez nomol dure nochem Spiel. A jeti Szene chönd’s sich zwor nüme erinnere, aber so vil isch klar: Fasch het de FC Lüchinger chöne juble, aber mit sim Gool het de Lukas d’Stimmig doch no kippt – de Mörder isch ebe immer de Görtler.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 14. Februar 2020 07:21
aktualisiert: 14. Februar 2020 09:29