Espen erkämpfen sich Rang drei

David Lendi, 25. Februar 2018, 22:33 Uhr
Traumtor: Sigurjonsson trifft per Freistoss zum 2:0.
Traumtor: Sigurjonsson trifft per Freistoss zum 2:0.
© (KEYSTONE/Eddy Risch)
In der Kältekammer Kybunpark bewahren die Espen kühlen Kopf und bezwingen Lugano mit 3:0. Mit diesem Resultat bleiben die St.Galler zum zweiten Mal ohne Gegentor und klettern auf den dritten Tabellenplatz. Spielerisch kamen die 10'221 Zuschauer nicht auf ihre Kosten. Dafür klappte es nach Standards. Kukuruzovic, Sigurjonsson und Itten sorgten für den Unterschied. Hier geht's zu den Spielernoten.

Tor

Dejan Stojanovic, Note: 5

Hielt zum zweiten Mal in Folge seinen Kasten sauber. Wirkte bei fast allen Interventionen sicher und strahlte die nötige Ruhe aus.

Verteidigung

Silvan Hefti, Note: 5

Spielte als einziger in seinem Team mit kurzen Ärmeln und präsentierte sich vorzüglich. Liess defensiv nichts anbrennen und schaltete sich immer wieder ins Spiel nach vorne ein.

Alain Wiss, Note: 5

Musste nach 65 Minuten mit Wadenproblemen vom Platz und wurde durch Philippe Koch ersetzt. Schade, denn bis dahin spielte St.Gallens Abwehrchef eine tadellose Partie. Auch sein Ersatz fügte sich nahtlos ein.

Jasper van der Werff, Note: 5

Konnte sein starkes Debüt vom Joggeli bestätigen. Auch vor heimischer Kulisse agierte der 19-Jährige mutig, ruhig und abgeklärt.

Mittelfeld

Marco Aratore, Note: 4

Lieferte schon schwierigere Assists wie beim 1:0. Aus dem Spiel heraus gelang ihm wie der ganzen Mannschaft nicht viel. Nach 87 Minuten wurde er durch Cedric Gasser ersetzt.

Runar Sigurjonsson, Note: 4,5

Traf zum ersten Mal für seinen neuen Arbeitgeber - und wie! Sein Freistosstor in der 63. Minute gehört in die Kategorie Traumtor. Auch sonst ist der Isländer eine Bereicherung fürs St.Galler-Mittelfeld.

Stjepan Kukuruzovic, Note: 4,5

Er war die einzige personelle Änderung im Vergleich zum Auswärtssieg in Basel. Nach einer durchzogenen Startphase konnte er sich steigern und war an zwei Treffern massgeblich beteiligt. Den ersten erzielte er selbst. Beim 3:0 durch Cedric Itten provozierte er mit seinem Freistoss einen Da Costa-Abpraller.

Tranquillo Barnetta, Note: 4

Lieferte im Spiel nach vorne nicht die von ihm erwünschten Ideen, war aber stets bemüht und kämpfte aufopferungsvoll. Nach 69 Minuten kam Toko für ihn auf den Platz.

Andreas Wittwer, Note: 4

Die Abstimmung mit van der Werff scheint zu passen. Wie schon in Basel präsentierte sich Wittwer sehr solid.

Sturm

Nassim Ben Khalifa, Note: 5

Spielte sehr mannschaftsdienlich und war überall auf dem Platz anzutreffen. Mit dieser Leistung hätte er sich ein Tor verdient gehabt.

Cedric Itten, Note: 5

Spekulierte beim 3:0 auf Da Costas Abpraller und wurde dafür belohnt. Die Basler-Leihgabe ist definitiv in der Ostschweiz angekommen. Dies war bereits sein dritter Treffer im vierten Spiel.

FM1Today-Teamschnitt: 4,6

Fazit: Aus dem Spiel heraus passte bei beiden Mannschaften nicht viel zusammen. Dafür funktionierten die Standards des Heimteams. Alle drei Tore fielen mit oder nach einem ruhenden Ball. Nach einer kurz ausgeführten Ecke landete Kukuruzovic' Flankenball nach 37 Minuten im Gehäuse von Da Costa. Damit endete Luganos Ungeschlagenheit nach über 450 Minuten. Mit dieser knappen Führung ging es dann auch in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang nahm das Spiel nie richtig Fahrt auf. Beide Teams waren hauptsächlich darauf bedacht, keine Fehler zu begehen. Nach 63 Minuten wurde das Heimpublikum für ihr Kommen mit einem Traumtor entschädigt. Sigurjonsson traf per Freistoss via Lattenunterkante zum 2:0. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit traf Cedric Itten nach einem Da Costa-Fehler zum 3:0 Schlussresultat.

Weil GC das Zürcher-Derby mit 1:0 gewonnen hat, klettern die St.Galler auf Rang drei. Nächsten Sonntag bietet sich den Ostschweizern auswärts gegen Thun die Chance, diesen Tabellenplatz zu behaupten. Anpfiff ist um 16 Uhr.

David Lendi
veröffentlicht: 25. Februar 2018 20:48
aktualisiert: 25. Februar 2018 22:33